Dienstag, 6. Juli 2021

Heute trafen wir auf eine allein erziehende Mutter von 2 kleinen Mädchen in einer Lehmhütte an. Das scheue Lächeln kennen wir bereits vom Vortag. Es tut weh, solche Menschen in einer solchen Lebenslage antreffen zu müssen, sie wissen nicht was der morgige Tag ihnen bringen wird.

Ganz abgelegen ein einsamer Bub mit 2 Hunden, der Vater war bei einem Arzt-Termin und eine Mutter gibt es nicht.

Ein allein lebender, behinderter Mann. Er konnte nur schlecht laufen. Für ihn gab es zusätzlich Krücken und einen Rollator.

Zum ersten Mal sahen wir eine kinderreiche Familie, bei denen es nicht stinkt, der Hofeingang sauber gewischt, der Garten war gepflegt und ohne Unkraut. Die Mutter wie die Kinder waren gewaschen, sauber gekleidet und die Haare gekämmt. Ich stellte mir die Frage: wieso heißt Armut schmutzig und schlecht riechend?

Nun durfte ich noch das Obdachlosenheim ansehen. Der Pfarrer, eher sehr guter Seelsorger ist mit Leib und Seele in diesem Heim. Kaum zu glauben, was da alles auf die Beine gestellt wird. Die Räume einfach aber sehr sauber. Allein erziehende Mütter haben hier die Möglichkeit einer Arbeit nachzugehen und die Kinder werden betreut. Wenn sie von der Schule nach Hause kommen, können Sie mit einer erwachsenen Person Hausaufgaben machen oder spielen, sie werden solange betreut, bis die Mutter von der Arbeit zurück ist. Sicher ist das nicht das A und O für Kinder, mit Behinderten, Süchtigen und ungehobelten Männern unter einem Dach zu leben, aber sie haben eine Chance.

Euer Team rot