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Mittwoch, 07.12.2016 - Erlebnisbericht von Winfried

Wie in den vergangenen Tagen auch haben wir uns um 8:00 auf dem Weg zum Lager gemacht.

Nach kurzer Team Einteilung und Erklärungen was uns Heute bevorsteht geht es Los. Das Team bei welchem ich mitfahre besteht heute aus einem rumänischen Führungsfahrzeug. Einem LKW ohne Anhänger und einem Sattelzug. Alles voll mit Päckchen und Hilfsgütern für ca. 800 Personen.

Nach etwa 30km und vielen verschiedenen Fahreindrücken vom Schlaglochpfad bis Landstraßen der niedrigsten Kategorie war alles dabei. Oft hatten unsere Fahrer auch Spaß, da in unserer Heimat solche Wege mit den Trucks nicht befahren werden.

Am Verteilort Dranic angekommen, war da schon ein richtiger Menschenauflauf. Kinder, Frauen und Männer haben schon gewartet.

Wir haben unsere „riesigen“ LKWs so geparkt das wir einfach mit wenig Laufweg unsere Hilfsgüter in ein Gemeindezentrum bringen konnten. Die Rumänen waren beeindruckt und überrascht was alles möglich ist. Aber nun kam unsere Überraschung. Viele Viele Hände von Rumänen haben uns geholfen die LKW zu entladen. In dieser Mächtigkeit habe ich die Hilfsbereitschaft und Vorfreude auf das was kommt noch nicht erlebt. Ich hatte bisher noch nie eine Menschenkette die einen Sattelzug entlädt gesehen die aus ca. 50 Menschen bestand und vom vordersten Winkel des Sattel Aufliegers bis in die hintersten Ecken des Gemeindehauses geht. Dieses Gemeindezentrum war schon alt es Bestand schon in den Zeiten des Kommunismus, da wurde es für politische Veranstaltungen genutzt. Heute werden darin Feste, Versammlungen und Hochzeiten abgehalten. Es wurde für uns nochmal extra mit einem Reisigbesen durchgefegt. Alles ist für rumänische Verhältnisse super organisiert.

Wir haben unsere Hilfsgüter in der Halle nach Geschlecht, Größe und Alter sortiert. Unsere rumänischen Freunde haben uns geholfen die hilfsbereiten ortsansässigen Helfer zu koordinieren.

Mittlerweile waren mindestens 10 Pferdekutschen auf der benachbarten Wiese abgestellt. Die Familien vor der Türe wurden nach und nach immer familienweise ins Gemeindezentrum hineingelassen. Uns wurden die Mengen Geschlecht und Alter genannt und wir haben die Päckchen und Hilfsgüter passend übergeben.

So ging das über Stunden bis alle ca. 800 Personen etwas hatten.

Um 16:30 hieß es dann geschafft. An dieser Abladestelle wurde erfolgreich geholfen. Und mit den Mitgebrachten Dinge ein wenig Not gelindert.

Nun sind wir noch in ein weiteres Dorf gefahren. Was an der ersten Stelle nicht benötigt haben, haben wir wieder aufgeladen und sind in den nächsten Ort gefahren. Mitten im Dorf haben wir auf einer unbefestigten Straße gehalten und da waren auch viele Menschen. Wir hatten noch einen fast vollen LKW mit Hilfsgütern. Diese Menschen bekamen nun fast die ganze restliche Ladung.

Meine Kollegen und ich konnten gar nicht so schnell die Ware an der Laderampe des LKW bereitstellen wir von den Rumänen auf Englisch gefordert wurde. Kinder 3 Jahre und 5 Jahre, kleiner Erwachsener, junge kleine Frau, etc.

Aber auch da konnten wir mit den Waren aus Deutschland von den Unterstützern helfen bis der LKW leer wahr was ein Glück es hat genau gereicht mit nur wenigen Kartons sind wir da wieder abgereist.

Zurück am Lager waren wir alle schlagfertigt. Es war mittlerweile Stockdunkel. Unser Teamleiter hat deshalb entschieden, dass wir nicht mehr die nächste und letzte Tour für Morgen richten.

Wir fuhren ins Hotel zurück und waren um ca. 21:00 dort. Essen, Trinken, Duschen und ins Bett. Das ist das letzte was heute noch folgte.

Mittwoch, 07.12.2016 - Erlebnisbericht von Martina und Melina

Wie gewohnt setzen wir uns am Morgen unsere Nikolausmützen auf und machen uns wie die Tage zuvor auf den Weg. Während der 40-minütigen Fahrt zu unserem ersten Ziel sammeln wir noch zwei ortsansässige Sozialarbeiter ein, die uns den Tag über begleiten werden.

Fast 40 Päckchen gehen in Obedin über unsere Laderampe. Zu der verhältnismäßig kleinen Schule dort gehört ein im Gebäude integrierter Kindergarten. Besonders von diesen Kleinkindern ist unser Team beeindruckt, da sie bereits im Alter von 2-5 Jahren ein englisches Lied vorsingen können. Zusätzlich entladen wir Klamotten und Lebensmittel für 9 Familien. Viele der Eltern sehen wir am Straßenrand wieder, als wir weiter nach Valea Lungului fahren. Dankbar winken sie uns beim Vorbeifahren zu.

Unsere Fahrzeuge biegen wieder einmal auf einen schlecht ausgebauten Schotterweg ab. Unser zweiter Stopp ist eine Schule, zentral gelegen in einer dürftigen Wohnsiedlung. Bereits beim Ausladen unserer Kartons werden wir von neugierigen Blicken und freundlichen Augen begrüßt. Einige Bewohner kennen uns bereits vom letzten Jahr. Insgesamt können wir hier 81 Kinder und ihre Familien glücklich machen. Hier in dieser staubigen Straße fühlen wir uns das erste Mal von den unzähligen Straßenhunden bedrängt, die bisher immer einige Meter Abstand gehalten haben. Doch jetzt laufen sie bettelnd zwischen unseren Beinen umher und erschweren uns die Arbeit.

Kaum eingeladen und zurück im Auto steuern wir schon unsere vorletzte Haltestelle an, es geht wieder landeinwärts. Wir rechneten natürlich mit einer größeren Ansammlung von Menschen, doch die Massen, durch die wir uns kämpfen müssen, hatten wir in diesem Ausmaß nicht erwartet. In unserer Überforderung half uns glücklicherweise ein Ortskundiger, die aufdringlichen Leute in Schach zu halten. Trotz unserer Erfahrung fällt es uns schwer, die Menschen einzuschätzen. Viele der verhältnismäßig gut Betuchten ziehen vor der Ausgabe der Hilfsgüter ihre Jacken aus, spielen uns große Armut vor und nehmen mehr, als sie eigentlich brauchen. Besonders entlarvend sind die ewigen Diskussionen, die beginnen, wenn sie mit einem Kleidungsstück nicht zufrieden sind. Die wirklich Bedürftigen nehmen was sie kriegen und danken uns, anstatt über die Farbe eines Pullovers zu klagen. Im Gegensatz zum blanken Chaos draußen, erwartet uns parallel im Schulhaus ein streng geregelter Ablauf. 403 disziplinierte Schüler stellen sich nach Geschlecht geordnet in Reihen vor uns auf. Wie am Fließband werden sie von ihren Lehrern zu uns geführt, bekommen ein Weihnachtspäckchen in die Hand gedrückt und verlassen den Raum. Es bleibt gerade noch genügend Zeit für ein dankbares „mersi“.

Bei einem kurzen Blick auf unsere Tagesliste, sehen wir nur noch zwei Familiennamen.

Am ersten Haus angekommen, werden wir von aufgeweckten Kindern begrüßt. Als wir die Hilfsgüter in ihrem Heim abstellen, drängen uns die Kleinen, ihnen ins nebenan liegende Schlafzimmer zu folgen. Dort zeigen sie uns voller Stolz ihre eigene Hauskatze. Im Garten sind, wie in vielen Haushalten hier, Plastikflaschen über Pflanzen gestülpt. Dies mag im ersten Moment seltsam aussehen, ist aber für die Einheimischen die einzige Möglichkeit, ihre Pflanzen vor der Kälte im Winter zu schützen. Das kommt einem kleinen Treibhaus gleich.

Auch auf dem Grundstück der nächsten Familie finden wir neben einem Schweine-, Hasen- und Hühnerstall im Boden versenkten PET-Flaschen und Müll. Weitaus erschreckender jedoch war der Zustand des Hauses, das bereits zum Teil den Abhang hinuntergerutscht und dabei eingestürzt ist.

Zum Abschluss unserer Tagestour verteilen wir noch den Rest unserer für den heutigen Tag aufgeladenen Klamotten und Lebensmittel in dem Dorf, in dem sich das „Haus“ der letzteren Familie befindet.

Auf unseren Touren bekommen wir immer wieder zu spüren, dass die armen Dörfer und Gegenden Rumäniens sehr abgelegen und nur schwer zu erreichen sind. Aber davon lassen wir uns nicht beeindrucken, denn wie de Kölsche Jung zu sagen pflegt: „Wo ein Wille, da ein Rückwärtsgang!“

 

Dienstag, 06.12.2016 - Erlebnisbericht von Martina und Melina

Gegen 9:00 Uhr verlässt Nikolaus Winnie mit seinem Chauffeur und seinen Weihnachtselfen das Hauptlager. Während der einstündigen Fahrt zum ersten Verteilpunkt entdecken wir immer wieder Müllansammlungen am Straßenrand, die hier schlichtweg verbrannt anstatt entsorgt werden.

Als wir ankommen, haben sich bereits die Ärmsten des angefahrenen Dorfes um die Schule versammelt. Kinder nehmen mit leuchtenden Augen Weihnachtspäckchen entgegen und Mütter mit strahlendem Gesicht Nahrung und Kleidung für ihre Familien. Lediglich die Ältesten des Dorfes halten Abstand zu uns. Neugierig beobachten sie uns, doch keiner spricht uns auf Hilfe an. Erst als wir auf die spärlich bekleideten Menschen zu gehen, nehmen sie dankend Jacken und Schuhe an. Uns fällt auf, dass sie den jungen Leuten den Vorrang lassen und sich selbst trotz ihrer Hilflosigkeit nicht in den Vordergrund drängen wollten.

Das medizinische Zentrum in Brabova ist nur ein kleiner Zwischenstopp auf unserer Tagestour. Hier liefern wir eine Krankenliege und medizinische Hilfsmittel ab. Als Krankenhaus ist das Gebäude von außen nicht zu erkennen, da die hygienischen Umstände ganz und gar nicht der europäischen Norm entsprechen.

Die zweite Schule des Tages erreichen wir gegen 13:00 Uhr. Der Magen knurrt, doch die Pflicht ruft. Also bauen wir gemeinsam mit einigen Schülern, die tatkräftig mit anpacken, Kleidungskartons zur Ausgabe im Innenhof auf. Bereits nach wenigen Minuten sind wir von streunenden Hunden umzingelt, die mit den Kindern des Dorfes spielen. Im Schulhaus selbst wird unserem Team ein Raum zugewiesen, den Kind für Kind betritt, um ein Geschenk entgegenzunehmen. Eingepfercht im engen Flur, warten alle Schüler ganz geduldig, bis sie an der Reihe sind. Kein Schubsen, kein Drängen, kein Neid. Nachdem auch die letzte Familie versorgt ist, machen nicht nur wir uns abfahrbereit, sondern auch die Beschenkten mit vollgepackten Taschen. Einige laden ihre Pakete auf klapprige Pferdewägen und fahren rasant davon.

Auch bei unserer nächsten Station behalten wir unser Verteilsystem bei. In der Schule haben die Kinder wie immer viel Spaß beim Auspacken ihrer Geschenke. Besonders die ausgeteilten Plüschtiere sind ein Highlight. Auf Wunsch der Kleinen machen wir ein Gruppenfoto und beschießen noch ein wenig unseren Nikolaus mit Wasserpistolen (ein bisschen Spaß muss sein ;) ). Bei der Abfahrt lassen wir leere Kartons zurück, da wir in Erfahrung gebracht haben, dass viele Arme kein Material haben, um ihre kleinen Häuser zu beheizen. Selbst Dinge, die wir als Müll definieren, werden hier zur Wärmegewinnung genutzt.

Wie schon gestern, sind wir auch heute eingeladen, eine verarmte Familie in ihrem Zuhause zu besuchen. Über Holzbretter steigen wir in den plastikübersäten Garten und betreten das Haus, das einsturzgefährdet scheint. In dem einzigen beheizten Raum hat sich die Familie versammelt und auch hier können wir die Kinder mit Spielzeug und vor allem mit Kuscheltieren glücklich machen.

Keine 200 Meter entfernt halten wir mitten auf der „Straße“ noch einmal an. Ein letztes Mal für heute öffnen wir die Laderampe unseres LKW, um die armen Dorfbewohner mit warmen Klamotten und Essenspaketen zu versorgen. Zugegeben, der Stopp ist nicht Teil unserer geplanten Tagesroute, doch von der Armut der Gegend schockiert, entscheiden wir uns spontan dazu.

Zurück im Lager sind unsere Fahrzeuge fast leer, denn wir haben auch auf dem Rückweg noch oft angehalten, um Leuten, die uns am Straßenrand und in den Dörfern auffielen, Jacken oder Essen in die Hand zu geben. Denn genau darum geht es, hinsehen und helfen.

 

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Montag, 05.12.2016 - Erlebnisbericht von Martina und Melina

8:00 Uhr: Abfahrt zum Lager, die letzten Vorbereitungen für die heutigen Touren treffen. In alle Richtungen schwirren unsere 4 Teams aus, um Schulen, Kindergärten und bedürftige Familien zu besuchen.

Auf unserem Plan für den heutigen Tag stehen 3 Schulen, ein Kindergarten und zwei Familien aus einem Armenviertel.

Bereits bei unserer ersten Station fällt uns die große Disziplin der Kinder auf, mit der uns die Kinder begegnen. Still und leise sitzen die Zwei- bis Neunjährigen auf ihren Stühlen und warten geduldig darauf, ein Weihnachtspäckchen von unserem Nikolaus Winnie zu bekommen. Nach anfänglicher Zurückhaltung ist die Freude umso größer, als ihnen gesagt wird, dass sie ihre Geschenke sofort öffnen dürfen. Das spärlich ausgestattete Klassenzimmer wird von Seifenblasen erfüllt, Süßigkeiten werden miteinander geteilt und Bälle hin und her geworfen.

Nach einigen berührenden Gedichten und Ständchen der Kinder machen wir uns auf den Weg zu unserem nächsten Ziel.

Während draußen auf der Straße der mit Lebensmitteln und Kleidung beladene LKW als Ausgabestelle für Familien dient, verteilen wir in einem Klassenzimmer der zweiten Schule ca. 70 Geschenkpäckchen an Kinder verschiedenen Alters, die in kleinen Gruppen zu uns geführt werden. Auch hier kann unser Winnie mit einem lockeren „Ho Ho Ho“ das Eis zwischen unserem Team und den zurückhaltenden Kindern mit Leichtigkeit brechen.

Leider müssen wir einige für jugendliche Mädchen vorgesehene Geschenke wieder einpacken, da diese, wie wir erfahren, im Laufe dieses Jahres verheiratet worden sind. Sie besuchen den Unterricht nicht mehr. Wir sind ziemlich schockiert über die Nachricht, dass im heutigen Europa junge Mädchen tatsächlich aufgrund einer Heirat von der Schulpflicht entbunden werden können.

De Kontrast dazu bietet uns der nächste Stopp: ein kleiner Kindergarten, in dem wir ca. 15 Kinder überraschen dürfen. Auch wir werden von ihnen beschenkt. Die kleinen haben uns wunderschöne Bilder zum Thema Weihnachten gemalt.

Knapp 5 km entfernt fahren wir schließlich die größte und letzte Schule für diesen Tag an. Wieder bauen wir unsere Verteilstation für Lebensmittel und Kleidung außerhalb des Gebäudes auf, um uns drinnen ganz den Kindern widmen zu können. Uns suchen sogar Freiwillige auf, die um Kleidung für Kinder eines Waisenhauses bitten.

Zum Ende unserer Tour fahren wir weit raus aufs Land. Nicht einmal befestigte Straßen können wir hier vorfinden. Wir sollen eine 6-köpfige Familie treffen, die uns ihre Wohnsituation zeigen möchte. Viele Menschen in Rumänien scheuen sich, über ihre Armut zu sprechen, doch die Familie die wir kennenlernen durften, geht mit ihrer Situation offen um. Wie uns die erst 24-jährige Mutter erzählt, wurde sie von ihrem zweiten Ehemann mit den gemeinsamen 5 Kindern zurückgelassen. Nun muss sie ihre Lieben allein verhalten und sogar ihrem Ältesten (6 Jahre alt) den Schulbesuch verbieten, damit er sich um seine kleinen Geschwister kümmern kann.

Nur wenige Häuser weiter lernen wir einen tapferen kleinen Jungen kennen, der allein gelassen scheint. Nur ein Nachbar hilft uns, die Versorgungsgüter ins sichtlich zerfallene Haus zu tragen. Die Eltern treffen wir nicht.

Auf dem Weg zurück zu unseren Fahrzeugen fällt uns ein gebrechlicher Mann auf, der uns bittend ansieht. Kurzerhand beschließen wir, ihm zu helfen und finden nach kurzer Suche auch für ihn noch etwas in unserem Sprinter.

Ein langer und auch anstrengender Tag geht zu Ende. Auf der Heimfahrt sind wir alle mit unseren eigenen Gedanken beschäftigt.

Montag, 05.12.2016 - Erlebnisbericht von Gerhard

Unsere erste Abladestelle führte uns zu der Schule, "Constantin Argetoianu" nach Salcia, ca 70 km von Craiova entfernt. Mitgekommen ist ein Helfer
von world Vision und Corina von Cummins.
Die älteren Jungs der Schule haben mitgeholfen die Lebensmittelpäckchen reinzutragen.Es waren 6 Schulklassen, Mädchen und Jungen gemischt,
im Alter zwischen 6-15 Jahren. Die Klassen kamen getrennt nach Jahrgangsstufe zum Geschenkeempfang.
Unser Nikolaus Karsten verteilte zuerst Süßigkeiten, dann die Geschenkpäckchen. Die 14-15 jährigen haben noch Schulranzen bekommen.
An die Erwachsenen, die vor der Schule warteten, wurden Lebensmittelpakete verteilt.
Der zu dieser Schule dazugehörige Kindergarten, den wir dann anschließend besuchten, war ca. 100 m entfernt. Die Kleinen sangen dem Nikolaus
zur Begrüßung ein Lied. Bei der Geschenke Verteilung nahm ein kleiner Junge den Nikolaus mit strahlenden Augen spontan in den Arm.

Anschließend stand der Besuch bei einer armen Familie mit 5 Kindern auf dem Programm. Die 4 älteren Kinder waren entweder im Kindergarten,
oder in der Schule. So trafen wir "nur" die Mutter mit dem ca. 1-jährigen Mädchen und den Vater in dem 1-Zimmer Häuschen mit ca. 12 mm2 an.
Der "Kachelofen" war Kochstelle und Ofen zugleich. Es gab einen kleinen Küchentisch und 2 Matratzen als Liege- bzw. Sitzmöglichkeit.
Es war nicht zu übersehen, dass hier die totale Armut Zuhause ist. Wir haben nochmals für jedes Kind Geschenke da gelassen übergeben,
ein paar Lebensmittelpakete und 3 Kartons mit Kleidung für Kinder und Eltern. Die Dankbarkeit der Mutter war sehr,sehr groß.

Unsere nächste Station führte uns wieder zu einer Schule gleichen Namens mit 2 Klassen in dem Ort Leordoasa. Die jüngeren Kinder
sangen wieder ein Begüßungslied "..tom-tom...?" welches wir schon öfter gehört haben. Für die wartenden Eltern (21 Paare)
verteillten wir jedem ein Lebensmittelpaket und dann noch, da den Eltern anzusehen war, dass auch hier wenig Geld für Kleidung
vorhanden ist. 14 Kartons mit Kleidung unterschiedlicher Größe. Die Kleidungskartons waren heiß umlagert. Jeder konnte sich aussuchen
was und wie viel er wollte. Sie waren innerhalb kurzer Zeit leergeräumt.

Nach der Schule stand erneut ein Besuch bei einer armen 7-köpfigen Familie an (4 Erwachsene -mit der sehr alten Oma- und 3 Kinder).
Wir hatten den Eindruck, dass diese Familie noch ärmer als die Letzte. Die hatten zwar schon 2 kleine Räume, einen als Küche
und einen zum Schlafen. Auch hier war der Ofen als Kochstelle und Wärmequelle, wie bei der anderen Familie vorgesehen.
Die Familien hatte World Vision ausgesucht. Es ist für uns wohlhabenden "Westler" kaum vorstellbar, wie man unter diesen Umständen leben kann.

Unsere 3. Anlaufstation war wieder eine Schule mit 15 Kindern im Alter von 5-13 Jahren. Diese Schule war über eine unbefestigte ca. 15 km lange,
extrem holprige Straße zu erreichen. Die Kinder sangen gemeinsam ein Lied "...tutelle...?" Nach der Geschenkeverteilung gaben wir den Kindern noch 8 Bälle,
die helle Begeisterung und sofortiges Spielen auslösten.Für die Eltern gab es wie immer Lebensmittelpakete und Kleidung.

Unsere letzte Station führte uns zu einem kleinen "Krankenhaus" wo wir viele Pakete mit Windeln, 2 Rollatoren und 2 Rollstühle übergeben haben.
Das Kinderbettchen, welches wir auch ausgeladen haben, holt eine nebenan Wohnende Familie, die wir nicht angetroffen haben, am anderen Tag ab.

Es war wieder berührend  in die freudigen Kinderaugen zu sehen und die Dankbarkeit der Eltern zu spüren.
So macht helfen, getreu unserem Vereinsnamen "Hinsehen und Helfen" Spaß und große Freude.

Sonntag, 04.12.2016 - Bericht von Melina und Martina

Nach dem restlichen Entladen der mitgebrachten Hilfsgüter in unserem Lager, sind wir nach einer ca. 20-minütigen Fahrt in einem Obdachlosenheim eingetroffen. Schon von Weitem konnten wir die Ansammlung von Bedürftigen vor dem Gebäude des Sozialzentrums sehen, die uns bereits erwarteten. Mithilfe des zuständigen Pfarrers konnten wir uns schnell einen Überblick verschaffen, um anschließend unsere mitgebrachte Ladung am Verteilort auszuräumen, wobei uns die Bewohner die Pakete förmlich aus den Händen rissen, um uns dankbar die Arbeit abzunehmen. Geduldig reihten sie sich schließlich selbst in die Reihe der Spendenempfänger ein und warteten auf die Verteilung der Lebensmittelpakete, Klamotten und Weihnachtspäckchen.

In dem einzigen Obdachlosenheim der Region Craiova erwarteten uns nicht nur Erwachsene, sondern auch zahlreiche Familien mit ihren Kindern. Freundlicherweise wurden wir sogar eingeladen, die Bewohner in ihren Zimmern zu besuchen, die insgesamt bis zu 52 Schlafplätze bieten (im Winter auch mal mehr), um uns dort selbst ein Bild von der Situation zu machen.

In den Zimmern fielen uns vor allem Gottesbilder auf, von denen wir einige für unsere weitere Reise zugesteckt bekamen, sie sollen uns Schutz spenden.

Der Kirche und der Organisation „Vasiliada“ geht es bei diesem Projekt hauptsächlich darum, den Obdachlosen mit Hilfe von Sozialarbeitern und ehrenamtlichen Ärzten zurück in ein normales Leben mit Job, eigener Wohnung und Familie zu helfen.

Wie schon beim Entladen konnten wir auch beim Wiederaufladen der Fahrzeuge auf fleißige Helfer zählen. Während der Rückfahrt zum Lager wurde uns bewusst, dass sich all die Mühen gelohnt hatten, um diesen Menschen heute ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.

Sonntag, 04.12.2016 - Bericht von Gerhard

Unsere 1. Tour führte uns zu der griechisch orthodoxen Kirche „Zum heiligen Georg“ in Craiova. Bei der Anfahrt zur Kirche sahen wir schon von weitem eine große Menschenmenge die vor der Kirche wartete. Preod (Pfarrer) Mihai Scorbura empfing uns traditionell mit Brot und Salz. Auch die Kirche war voll mit wartenden Kindern und Eltern.

Zu dem Bild, welches wir am Samstag bei unserem Bummel vor dem Essen durch die City von Craiova, mit chic angezogenen Menschen erlebten, bot sich hier auf den ersten Blick ein ganz anderes Bild. Man sah sofort, dass der Preod (Pfarrer) aus seiner Gemeinde nur die bedürftigen Familien gebeten hatte zu kommen.

Nach dem Ausladen der Umkartons startete die Verteilung der Geschenke. Die Kinder bekamen, entsprechend ihrem Alter und Geschlecht, ein meist liebevoll verpacktes Weihnachtspäckchen und von unserem Nikolaus Winfried noch einige Süßigkeiten. Jede Familie bekam noch ein Lebensmittelpaket. Trotz der Enge vor der Kirche ging alles recht geordnet, wenn auch dicht gedrängt zu. Es war auch nicht zu vermeiden, dass so manches Elternteil versucht hatte, sich nochmals in die Reihe der Lebensmittelpäckchen Ausgabe zu stellen. Tja, wo die Not groß ist, ist dies auch verständlich.

Wie so oft hatten wir von den einen Päckchen zuviel (Alter/Geschlecht) und von einigen anderen zu wenig. Ob es an den gemeldeten Zahlen, oder an Anderem lag, ist im Nachhinein nicht festzustellen. So haben wir dann lieber ein Päckchen für ein etwas höheres Alter ausgegeben, was dann später mal passen wird.

Nachdem alle beschenkt wurden, lud uns der Preot (Pfarrer) nochmals in die Kirche ein und verteilte wieder Brot. Die Jugendgruppe der Kirche (Mädchen und Jungen, welche auch fleißig beim Ausladen geholfen haben) sag ein schönes rumänisches Weihnachtslied. Leider konnten wir natürlich den Text nicht verstehen. Zum Abschluß bekamen wir dann noch 3 große DIN A0 Bilder geschenkt, welche die Kinder vor einigen Tagen in der Kirche gemalt hatten.

In Summe haben wir ca. 420 Weihnachtspächen an Kinder und 120 Lebensmittelpakete an die Eltern verteilt.

Es war wieder ein Erlebnis der besonderen Art zu sehen, wie sich die Kinder, aber auch die Eltern, über die Geschenke gefreut haben.

BILDER --- NIKOLAUSKONVOI 2016

Alle Bilder vom Nikolauskonvoi sind ab sofort auf unserer Dropbox unter folgenden Link zu sehen:

ZUR NIKOLAUSKONVOI BILDER DROPBOX

Sonntag, 04.12.2016

Heute haben wir am Morgen die restlichen Lastwagen ausgeladen und das Lager eingerichtet. Zahlreiche Helferinnen und Helfer aus Rumänein haben uns den ganzen Tag deb iunterstützt und die mehr als 20 Tonnen Lebensmittel die wir aus Deutschland mitgebracht haben in Lebensmittelpakete für die Bedürftigen Familen in Rumänien verpackt.

Am Nachmittag sind wir mir zwei Verteilgruppen in das Randgebiet von Craiova gestertet und haben dort Weihnachtspäcken und auch viele Lebensmittel und andere Hilfsgüter an arme Menschen verteilt. Unter anderen war eine Gruppe in einer Kirchengemeinde die wir regelmäßg "beliefern" und haben den dortigen Kindern ihr Weihnachtspäckchen überbracht. Die zweite Verteilgruppe war in einem Heim für Obdachlose Erwachsene und Erwachsene mit Kindern.

Für beide Verteilaktionen folgen die detaillierten Berichte von Melina und Melissa (für das Obdachlosenheim) und von Gerhard (für die Kirche) in Kürze ...

Viel Spaß beim Lesen und danke für Eure Aufmerksamkeit.

Samstag, 03.12.2016

Viele Bilder und ständige aktuelle News zum Nikolauskonvoi sind auch bei facebooc zu finden:

https://www.facebook.com/hinsehenundhelfen

Danke auch an die Höger Media Produktion für die tolle Unterstützung und Berichterstattung zum Nikolauskonvoi:

https://www.facebook.com/H%C3%B6ger-Media-Production-431828420312248/?hc_ref=SEARCH

Samstag, 03.12.2016

Nach "nur" knapp 27 Stunden Fahrt haben wir Craiova in einer neune Rekordzeit erreicht. Mit 8 vollgelandenen LKW und 7 Transportern sind die 33 Nikoläuse alle wohlbehalten in Craiova angekommen. Dort haben wir direkt das Lager inspiziert und und begonnen die esten Lastwagen zu entladen. Dieses werden wir aber morgen mit tatkräftiger Unterstützung unserer rumänischen Freunde fortsetzen und dann auch zu den ersten Verteiltouren aufbrechen.

Freitag, 02.12.2016

Heute ist der Nikolauskonvoi um 9.50 Uhr am AL-KO Kundencenter in Kleinkötz gestartet.

Nach einer feierlichen Verabschiedungseremonie an der unter anderem unsere Schirmherrin Frau Staatsministerin Dr. Beate Mark den Nikolauskonvoi persönlich verabschiedete sind wir in Richtung Rumänien aufgebrochen.

Donnerstag, 01.12.2016

Die Fahrzeuge aus dem Hauptsammelstelle Cummsin bei Marktheidenfeld sind alle komplett verladen und wurden nach Burgau bzw. Kleinkötz zur Hauptsammelstelle bei Rome bzw. Al-KO umgesetzt. Dort wurden alle Ladepapiere fertiggestellt und die Fahrzeuge mit den Nikolauskonvoi-Aufklebern versehen und für die Fahrt vobereitet und ausgerüstet.

Morgen, am 2.12.2016 startet der Nikolauskonvoi vom AL-KO Kundencenter in Kleinkötz. Besucher zur Verabschideung sind gerne willkommen. Zu Gast ist unter anderem Frau Dr. Beate Merk, Staatsministerin für Europaangelegenheiten und regionale Beziehnunge, die auch die Schirmherrschaft für den Nikolausknvoi übernommen hat.

Wir möchten auf jeden Fall nochmals allen Unterstützern, Spendern, Päckchen-Packern und allen die den Nikolauskonvoi in irgendeiner Weise unterstützt haben oder noch immer unterstützen einer herzliches Dankeschön sagen. Ohne Euch wäre diese großartige Aktion nicht möglich und tausende Kinder und Famlien in Rumänien würde eine große Freude entgehen.

Wir dürfen dieses jahr danke Euch wieder mehr als 10.000 Geschenke nach Rumänien zu bedüftigen Kidern und Familen bringen. Darunter vunzählig viele Weichnachtspäckchen, aber auch auch mehr als 3.000 Schulrücksäcke sowie weitere Hilfsgüter und Alltagsgegenstände aller Art.

DAFÜR HERZLICHEN DANK UND VERGELTS GOTT

Euer Nikolauskonvoi-Team

Nikolauskonvoi 2017

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