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Erlebnisberichte vom Nikolauskonvoi 2017

   

07.12. - Der letzte Verteiltag

von Winfried Tschöp

Heute sind wir wieder etwas weiterweggefahren von Craiova. Ne knappe Stunde Fahrt da waren wir an der ersten Schule. Da ich mich nicht wiederholen möchte beschränke ich mich auf die Besonderheiten. Der Nikolaus hat kleine Kinder erschreckt durch sein bloßes Eintreten in den Klassenraum. Die alte Frau die sich das letzte Mal dort so sehr über den Mos Craciun gefreut hatte war leider nicht in der Nähe. Der Bürgermeister hat uns auf einen Bohnenkaffee eingeladen. Der Ort sucht ein Feuerwehrauto (Löschfahrzeug) und versucht die Kosten fürs Zulassen zusammen zubekommen. Zur Zeit muss immer die Feuerwehr aus Craiova kommen. Das bedeutet eine Fahrtzeit von einer Stunde, hoffentlich ist dann noch was zu retten. (Bei uns in Deutschland max 15 Min.) Der Bürgermeister kümmert sich um die armen Familien und gibt die von uns mitgebrachten Lebensmittel weiter. Mit Hilfe der World Vision Mitarbeiter werden diese und weitere Projekte organisiert. Zum Beispiel das Renovieren einer weiteren Schule mit Hilfe von Freiwilligen. Er ist stolz darauf, dass er die Gelder für den Straßenbau dorthin mit Hilfe von EU Zuschüssen hatte.

Die zweite Station ca. 75 Kinder in der Schule. Die größeren Kinder sprechen zum Teil Englisch das hilft dem Nikolaus beim verständigen. Diese Kinder haben den Nikolaus gefragt ob Sie ein Lied singen dürfen. Natürlich dürfen Sie, dass war eine große Ehre für den Nikolaus.

Die nächste Station wieder eine Schule mit Kindergarten integriert, aber nur wenige Kinder. Diese haben sich wieder über die Geschenke sehr lebhaft gefreut. Da habe ich es wieder gesehen. Kinder mit schmutziger Kleidung und die kleinen Hände Schwarz. Viele Kinder werden da nicht so sehr behütet wie die Kinder in Deutschland. Die gehen sofern Sie überhaupt dürfen, mit schmutzigem Hals und schmutzigen Händen in die Schule. Zahnbürsten und Zahnpasta sind der große Renner. Bei den Mädchen eine Haarbürste, das Spielzeug kommt gleich danach.

Nun haben wir eine Familie besucht. Vater mit drei Kindern alleine erziehend. Die Mutter hat die Familie verlassen. Eins der Kinder hat eine Muskel Fehlbildung am Hals. Eine Operation könnte helfen, aber der Vater hat weder das Geld, noch könnte das Kind die Operation verkraften das es zu schwach ist. Nicht gerade unterernährt aber eine Mangelernährung der wichtigen Vitamine und Mineralien ist die Ursache. Diese Familie haben wir mit Kleidung und Spielzeug versorgt.

Bei der vorletzten Schule des Tages war es wie immer. Vor der Schule hatten sich einige Eltern versammelt. Eine Mutter hatte große Freude bei der Ankunft des Nikolaus. Der wurde umarmt und stürmisch begrüßt. Bilder mussten gemacht werden. Es gab ein paar Lebensmittel und Kinderwägen.

Nun wieder ein Besuch bei den ärmsten der Armen. Dort haben wir Kleidung, Spielzeug für die Kinder und Lebensmittel abgegeben. Leider können wir nicht alle erreichen mit unserer Hilfe es ist immer nur ein Lindern der schlimmsten Not. Eine Nachbarin hat sich bei uns beklagt, dass diese eine Familie was erhält und Sie nicht. Wir müssen da immer ganz vorsichtig sein. Wenn wir da schwach werden ist das wie mit einer Lawine, es kommen mehr und mehr Menschen und wollen etwas. Deshalb verlassen wir uns lieber auf die ortsansässigen von Fa. Cummins und World Vision und deren Kenntnisse.

Letzte Schule des Tages. 80 Kinder und ca, 15 bedürftige Familien. Gefühlt waren es mindestens doppelt so viele. Ich war schon ziemlich platt von all den vielen Eindrücken. Eine arme Schule da fehlte es an allem. Ein Kindergarten war der Schule auch angeschlossen. Wieder weinten einige Kinder. Teils vor Freude und teils aus Angst vorm Nikolaus. Die Toiletten waren für uns verwöhnte Deutsche eine Zumutung. Wir würden in so eine Schule mit so vielen kaputten Dingen und Dreck nicht gehen lassen. Diese Schule bekam Schreib und Malpapier. Ausstattung für den Kindergarten z.B. Gesellschaftsspiele und weitere Spielsachen für die gemeinsame Nutzung. Die Kinder erhielten Schulbedarf wir Blöcke und Stifte. Den Familien haben wir unsere Kleidung und Essenpakete überlassen.

Danach haben wir den Weg zurück nach Craiova angetreten.

Morgen fahren wir wieder nach Hause nach Deutschland. Eine sehr bewegende Woche ist dann zu Ende. Ich bin so dankbar und froh, dass ich dieses Jahr wieder dabei sein dufte.

07.12. – The last distribution day

from Winfried Tschöp

Today we had to drive a little bit further away from Craiova. After about an hour we arrived at the first school. As I don´t want to keep repeating myself I only focus on the highlights. The little kids were scared by Santa Claus when he entered into the class room. Unfortunately the older woman who had been so pleased about Mos Craciun was not around. The mayor invited us to a coffee. The town is looking for a firemen´s car (a quenching car) and is trying to gather the money together to obtain the permit. At the moment they rely on quenching cars from Craiova, which means a one hour drive – hopefully there is still something to extinguish. (Guideline in Germany is 15 minutes). The mayor is taking care of the families in need and hands the goods he receives from us to them. World Vision members are organizing projects like this one. A further example is the renovation of another school by volunteers. The mayor is quite proud about having received the money and EU funds to build the road that leads there.

The second stop is at another school with 75 children. Some of the older ones speak English which does helps Santa in communicating with them. The kids asked Santa if they can sing him a song- of course they can. What a great honour for Santa.

The next stop was another school with an integrated kindergarten but there were very few kids. They were very pleased about the presents. I noticed again the dirty clothes and hands. It seems that kids are not as guarded here as in Germany. If they are at all allowed to go to school it does not seem to matter if they go with dirty necks and hands. Tooth brushes and tooth paste are were the big attraction. For the girls hairbrushes came second, even before the toys.

Then we also visited a family. A single father with three children. The mother had left the family. One of the kids has a muscle deformity at the neck. A surgery could help here, but neither has the father the money nor would the kid survive a surgery due to the general weak condition. It is not yet underfed, but malnourished due to a lack of essential vitamins and minerals. We supplied the family with clothes and toys.

Same process as always at the second to last school. In fron of the school a couple of parents. One mother was very excited about the arrival of Santa Claus. He was hugged and had a big welcome. Pictures had to be taken. We handed out some food and buggies.

A further visit to the poorest of the poor. We brought them clothes, toys for the kids and food. Unfortunately we cannot reach out to everyone with our help – it remains an easing of the biggest need. A neighbour complained that she did not get anything. We always have to be very careful in these situations. Once you get weak it is like starting of an avalanche and people come from everywhere to get their share. Therefore we rely on the knowledge and guidance of the locals from Cummins and World Vision.

Last school of the day. 80 pupils and about 15 families in need. It felt like double the amount. I was already overwhelmed from the amount of impressions. A very poor school where there was a lack of everything. A kindergarten was also part of the school. Again, children cried. Partly due to joy, partly in fear of Santa Claus. The toilets were for us Germans an imposition. We would never allow our kids to go to a school in such conditions. The school received writing and drawing paper. Equipment for the kindergarten like board games and other toys for common usage. The kids got stencils and pens. For the families we had clothes and food.

Then we headed back to Craiova.

Tomorrow we will be on our journey back home. A very emotional week has come to an end. I am so grateful and happy that I was able to be part of the team this year again.

06.12. - Nikolaustag

von Winfried Tschöp

Wie jeden Tag Aufstehen, 06:30, Frühstück 07:00, Abfahrt ins Lager 07:30. Laden der Fahrzeuge, warten auf die Kollegen und Kolleginnen von Cummins und World Vision. Abfahrt zum Verteilen, Ankunft an den Verteilorten und Aufbau der Verteilstation. Wetter gut, d.h. Verteilen im Freien.

Erste Schule, zwei Klassen und ein Kindergarten. Ca 30 Kinder insgesamt. Die Schüler sind in den Klassenzimmern und lernen. Jetzt kommt der Nikolaus ins Spiel. Er dringt in die Klassenzimmer ein mit lautem HoHoHo und die Kinder sind überrascht. Süßigkeiten und Geschenke bringt er mit. Ein Kind hat einen Schulranzen bekommen gebraucht aber gut in Schuss. Das Kind wusste erst nicht was es damit anfangen soll. Dann ging der Schulranzen nicht auf. Wir mussten den Trick mit dem Drücken und hochziehen des Deckels zeigen. Uih was alles zum Vorschein kam. Der Ranzen war randvoll mit Dingen die gebraucht werden. Die Freude war groß. Die Überraschung gelungen. Alle anderen Kinder bekamen auch ihre Geschenke.

Aber was neu für mich war die Kinder können mit Erdnüssen nichts anfangen. Die wurden achtlos liegen gelassen. Ich habe gezeigt wie die geöffnet und gegessen werden. Ich denke das half.

Familien wurden wieder mit Kleidung versorgt. Hier macht World Vision einen guten Job. Die Lehrer oder Ortsvorsteher wissen wer bedürftig ist diese Leute werden zum Verteilpunkt hinbestellt und erhalten die Kleidung mit den Lebensmitteln.

Zweite Schule: auch da gut organisiert drei Klassen und ein Kindergarten. Da herrschte Ordnung die Kinder schön in Reih und Glied aufgestellt keins tanzt aus der Reihe. Das übliche Spiel, Süßes, Päckchen, Kleidung und Lebensmittel.

Wir haben noch Rollstühle in einem Altenheim abgeliefert und für die Familien gab es Kinderwägen und Fahrräder. Jugendliche haben auch neue Baseballcaps bekommen.

Dritte Station:  Eine Ärztin. Sie bekam einen Rollstuhl für behinderte Kinder und Baby Päckchen sowie Baby Kleidung.

Vierte Station: Schule für weiterführenden Bildungsweg. Da sind auch Schüler die Förderprogramme erhalten weil die Eltern die Schulbildung nicht bezahlen können. Dort haben wir für jugendlichen Teenager, Schreibwaren und Knabbersachen abgeliefert. Süßes gab es natürlich auch. Nur den Nikolaus Haben wir da weggelassen.

Zurück im Lager haben wir für den nächsten Tag gerichtet. Das Lager wird leer. Aufräumen ist angesagt. Vom Päckchen packen, Lebensmittelpakete und Schulsachen ist viel Müll da, wir trennen den in Plastik, Karton und Restmüll.

Ach so eine Geschichte muss ich noch loswerden. Eine alte Frau haben wir gesehen Sie durchsuchte einen großen Müllcontainer. Wir dachten Sie sucht da was zu Essen. Wir hatten uns geirrt. Sie hat da alle Kartonagen raus. Die werden in den Haushalten als Brennmaterial verwendet.

Morgen haben wir wieder eine größere Tour mit fünf Stationen. Ich bin neugierig was mich da erwartet.

06.12. – St. Nicolaus´day

from Winfried Tschöp

Same procedure as every day: getting up at 6:30, breakfast at 7:00, heading towards our storage at 7:30, loading of the vehicles, waiting for colleagues from Cummins and World Vision. Then, leaving towards distribution stations, arrival and setting up of the distribution station. The weather is good, therefore we distribute outdoors today.

First school, two classes and one kindergarten. About a total of 30 kids. The pupils are learning in their class rooms when Santa Claus enters the scene. He walks into the class rooms with a loud HoHoHo and the kids are surprised. He is brining sweets and gifts. One kid did get a school bag – used but in good condition. The kid initially did not know what to do with it: The bag did not open. We had to instruct the child how to open it by pushing the buttons and pulling the lid open. Uih, look at all the things inside. It was filled up to the top with school supplies. This was a moment of great joy. It was the perfect surprise. All other kids also got their presents.

It came as a complete surprise to me that the children did know peanuts. They did not pay them any attention until I showed them how to open and eat them. I think that was helpful.

More families received more clothes. World Vision is doing a great job here. The teacher and local town leaders know who is in biggest need of help and they invite them to come to the distribution site and receive their clothes and food.

Second school: also well organized. Three classes and one kindergarten. The children were neatly waiting, arranged in rows and none of them was breaking ranks. The usual procedure: game, sweets, parcels, clothes and food.

Then we have delivered wheel chairs to a retirement home and families received prams and push bikes. We also had some baseball caps for teenagers.

Third stop: A doctor. She received a wheel chair for disabled children and baby packages as well as baby clothes.

Fourth station: A school for higher education. There are pupils who receive scholarships due to the financial situation of their parents. The teenagers got office supplies and snacks. Of course we also had sweets for them. But no Santa Claus this time.

Back at the storage we got ready for the next day. The storage is getting quite empty now. We had to have a clean out. There was so much rubbish laying around from packing parcels, food packages and school supplies – of course we were separating plastics, cardboard and residual waste.

Oh, there is one thing that I nearly forgot to mention: we have seen one woman who was searching a big waste bin. We thought she is looking for food, but we were wrong: she was collecting all the cardboard as they use it as burning material in the households.

Tomorrow we will have a bigger tour again with a total of five stops, I am curious what to expect this time.

06.12. + 07.12. - Verteilstationen

von Stefan Oberlander

Ich fasse gestern und heute zusammen, weil in meinen Augen diese Tage auf eine Art und Weise zusammenhängen, die ich bisher schwer beschreiben kann. Man glaubt alles gesehen zu haben und doch wird es immer Dinge geben die einen aus dieser Illusion reißen. Ich beginne mal mit dem Anfang. 

Gestern starteten wir wieder an zwei Schulen und besuchten im Anschluss das erste mal ein Behindertenheim in dem Menschen mit dem Down-Syndrom betreut werden. Die Leiterin des Heimes zeigte uns stolz was alles für die Menschen dort getan wird und wie diese in das alltägliche Leben eingebunden werden. Es gibt z.B. einen Werkraum in dem die betreuten Menschen kleine Anhänger, kleine verzierte Truhen u.ä. herstellen und diese dann auf dem lokalen Markt verkaufen. In meinen Augen eine geniale Idee. Es stand auch demnächst ein musikalischer Auftritt bevor für den geprobt wurde. Auf mich wirkte die Leiterin sehr hingebungsvoll im Bezug auf das Heim und die zu betreuenden Menschen dort. Als wir im Anschluss an die Geschenkeübergabe erfahren haben, dass ihre Tochter hier auch anwesend ist, wird einem das volle Schicksal dieser Frau und ihrer Familie auf einmal vorgeführt und man kann nicht anders als tiefsten Respekt ihr gegenüber zu empfinden. 

Sowohl auf dem Hinweg, als auch auf dem Heimweg haben wir zweimal angehalten, um insgesamt fünf Menschen (darunter eine dreiwöchigen Familie mit einem ca. 15 jährigen Sohn) direkt aus dem Kofferraum Lebensmittel und wenn möglich Kleidung zu geben. Die erwähnte Familie verbrannte am Straßenrand Autoreifen, um an die Metallflechtung im Reifen zu kommen. Damit versuchen sie sich etwas hinzuzuverdienen. Man bekommt Dinge erzählt, man sieht sie im Fernsehen und liest etwas darüber. Aber vor diesen Menschen zu stehen und ihnen in die Augen zu schauen ist nicht einfach. Ich frage mich wie die Zukunft des 15 jährigen Sohnes aussehen wird. Mir ist noch nichts positives eingefallen.  

Habe ich fünf Menschen geschrieben, als ich von denjenigen erzählt habe, die etwas auf dem Weg zwischen unseren Zielen bekommen haben? Ich muss korrigieren, es waren nämlich sechs. Eine zerlumpte Frau am Straßenrand hat die Mülltonnen nach brauchbarem durchsucht und nachdem wir ihren "Wagen", den sie vor sich her schob, mit Lebensmitteln und Kleidung aufgefüllt haben sind wir wieder weitergezogen, im Auto eine gute Stimmung.  

Wie also passt es zusammen, dass ein Tag später im Auto Stille herrscht? Es ist ganz einfach. Es gibt Momente in denen man aus dem Staunen nicht mehr herauskommt. Ich denke da Naturschauspiele die jegliche Vorstellungskraft übersteigen und uns realisieren lassen wie klein wir sind. Momente die wir nicht anders aufnehmen können als einfach nur dazustehen und zu schweigen. 

Dass das ganze auch in die andere Richtung funktioniert, durfte ich heute erfahren. Entsetzten, Fassungslosigkeit und das Gefühl komplett überfordert zu sein. 

Warum habe ich die Frau am Straßenrand explizit erwähnt? Ich habe mich schon gefragt, wo diese Frau denn überhaupt wohnt. Diese Frage ist allerdings bei mir untergegangen. Heute durfte ich mehr herausfinden. Sie gehört den Zigeunern an. Die Roma und Sinti sind eine Minderheit Rumäniens und werden diskriminiert. Aus einigen Gesprächen ergibt sich auch schnell der Grund hierfür. Sie wollen scheinbar so wenig wie möglich arbeiten und so viel es geht umsonst abgreifen. Sie sind nur auf ihren eigenen Vorteil aus und betrügen dafür wo sich die Gelegenheit ergibt. Sie sind also z.T. selber Schuld. Ich habe keine Ahnung was von dem alles stimmt und bin allgemein ein Gegner von Vorurteilen und Generalisierungen. Vielleicht steckt da Wahrheit drin, vielleicht nicht. Aber all dem ungeachtet sind es trotzdem Menschen. 

Es fällt mir schwer zu beschreiben, was wir da vor Ort gesehen haben. Verwahrloste und kranke Kinder, Behausungen im Müll und dieser beissende Geruch von verbrannten Müll, den die Zigeuner benutzen um eben diese Behausungen zu heizen. Absolut menschenunwürdige Bedingungen. Ich wüsste nicht wie ich was anders beschrieben soll. Dieser Tag wird noch lange in meinem Gedächtnis bleiben. 

06.12. + 07.12. – distribution stations

from Stefan Oberlander

I am combining the last two days as they relate in a way that is really hard to describe. You think you have seen everything by now, but the negative surprises continue. Let me start at the beginning:

Yesterday we had two schools on our list before we went to visit a care home for people with Down syndrome. The manager of the care home proudly showed us the offerings to the residents and how they are integrated into the daily life. There is for example a crafts room where the people under care can produce little pendants, little ornamented chests and other things that they then sell at the local market. In my eyes, a wonderful idea. We saw another group rehearsing for their next music performance. I had the impression that the manager was very devoted to the home and its residents. Towards the end of the parcel distribution, we learnt that her daughter was amongst the residents. Understanding her familiar circumstances we had a lot of respect for her.

Both, on the way there as well as on the return we stopped twice in order to provide five people with food and clothes. Amongst them was a family with a 15 year old son. This family was burning car tyres in order to separate the metal weaves. The sales of those was their income. Seeing this in person, looking into those peoples´ eyes is not easy and cannot be compared with anything you get told, see on TV or read about. I keep thinking about the future of this 15 year old son. I could not come up with anything positive yet.

Did I say earlier that there were five people we supplied ad-hoc on the roadside? Then I need to correct my statement: There were six: We saw a woman in ragged clothes searching along the road side for anything useable in the rubbish bins. We filled the trolley she was pushing in front of her with food and clothes and then continued our journey. There was a good mood in the car.

How come then that one day later we had absolute silence in the car? Very simple explanation: There are moments where you cannot stop from being astonished. I am thinking for example of natural spectacles that exceed your imagination and that make us realize how small we are. Moments, in which you cannot do anything else than standing there silently.

Today, I learnt that this also works in the different direction: Outrage, consternation and the feeling to be completely overburdened.

You are probably wondering why I explicitly mentioned the women from the road side. I had already asked myself where this woman might live, but have forgotten about it. Today, I was about to find out more. She is a gipsy. The Roma and Sinti are a minority in Romania who are being discriminated. In discussions with others there seemed to be an easy explanation on hand: They only want to work as little as possible and are focussed on getting as much for free as possible. I am being told that it was their own fault. I have no idea where the truth lies as I am generally against prejudices and generalizations. Maybe there is some truth, maybe not. After all, they are human beings.

It is hard describe what we have seen there. Neglected and sick children, housings in garbage and the sharp smell of burned garbage, which the gipsies use to heat their houses. Absolute inhumane conditions. I don’t know how to describe it differently. I will remember this day for very long time.

05.12. - Päckchen verteilen

von Stefan Oberladner

Es ist spannend zu beobachten, wie sich die einzelnen Regionen um Craiova unterscheiden. Jeden Tag fahren wir in ein anderes Gebiet und so bekommt man automatisch einen Eindruck der Gegend. Auf unsereren Touren fahren wir durch reichere und ärmere Gebiete, zumindest wirkt es so. Aber wie bei so vielen Dingen ist es auch hier nicht so einfach. Ein Beispiel sind die überall zu findenden halbfertigen Häuser. Z.T. stehen prunkvolle Villen verlassen oder sind nicht fertiggestellt. Und selbst wenn eines dieser Häuser fertiggestellt wurde, bedeutet das nicht gleich, dass die Bewohner dieses Hauses mehr als nur einen bewohnbaren Raum haben, weil für alles andere das Geld nicht mehr gereicht hat. Automatisch stellt sich die Frage wie so etwas passieren kann. 

Die Antwort findet sich in der Art und Weise wie die Menschen sich Arbeit suchen. Es ist für viele lukrativer ins Ausland zu gehen, um dort mehr Geld zu verdienen bzw. überhaupt erst mal Arbeit zu finden, als in Rumänien nach Arbeit zu suchen. Viele gehen bevorzugt in südlichere Länder wie Spanien oder Italien, vermutlich weil rumänisch sich aufgrund des romanischen Ursprungs mit den Sprachen dort sehr ähnelt. Im Ausland sparen sie über Monate hinweg Geld an und kommen damit wieder zurück nach Rumänien, um mit dem Bau eines Hauses zu beginnen. Das geht dann so lange bis das Geld zur Neige gegangen ist und man wieder ins Ausland muss, um mehr Geld zu verdienen. Ein Kreislauf, der sich über mehrere Jahre hinzieht und nicht immer abgeschlossen wird. So kann es passieren, dass z.B. der Mann nicht mehr aus dem Ausland zurückkehrt und damit die Familie in Rumänien ohne Einkommen aber mit Schulden dasteht.  

Ähnlich ist es in den Schulen. Wenn bekannt ist, dass wir an einem bestimmten Tag kommen, werfen viele Familien ihre Kinder in Schale und wollen, dass diese schön aussehen. Es wird das beste (meist auch traditionelle) Gewand angezogen. Es ist also nahezu unmöglich abzuschätzen, ob es jemandem gut oder schlecht geht. Das ist in meinen Augen eine immens wichtige Erfahrung. 

Heute standen zwei Schulen und eine Familie auf dem Plan. Bei der Familie lebten fünf Menschen gedrängt auf gefühlt auf 16 Quadratmeter Rohbau. Der Boden des Zimmers bestand aus Sand. Draußen vor dem Haus befanden sich einige Küchenutensilien. Das muss man sich mal überlegen, dort lebt, isst und schläft eine komplette Familie. Zudem ist eine Tochter schon mit 13-14 Jahren schwanger. Ich kann mir ein solches Leben nicht mal im Ansatz vorstellen. Wo soll man anfangen diese Probleme zu verstehen und wo hört man auf? 

Aber gerade wegen solchen Fällen fahre ich mit nach Rumänien, genau wegen solchen Fällen haben sich so viele Menschen zusammengefunden, um etwas zu unternehmen. Und auch wenn wir das Elend dieser Familie nicht beseitigen konnten, so hoffe ich doch, dass wir zumindest für eine Zeit ihr Leben angenehmer machen konnten.

05.12. – Distributing Parcels

from Stefan Oberlander

It is interesting to see the differences in the individual regions around Craiova. Every day we are passing through a different area and are getting an impression about that region. It seems that we are driving through areas that are clearly rich and others are clearly poor areas. But maybe it is not that simple. We see a lot of luxuriant mansions abandoned or semi-finished. And if the mansion has been finished, there is often only one room finished inside for the residents to live as there was no money left to furnish the other rooms. How can that be, is the question that comes to mind.

The answer lies in the way the people look for work. It is much more profitable to go abroad to look for work in order to earn more or to even have the opportunity to find a job than looking for work in Rumania. Many leave to work in southern countries like Spain or Italy – probably because there are less language barriers as the Romanian language also has its roots in the Roman language. Working abroad the workers are saving money month over month in order to start building a house upon their return to Romania. Once this money has all been spent, they have to leave the country again to earn more money abroad. This circle repeats over many years. It also sometimes happens that the husband does not return to his family in Rumania, in which case they would be sitting on the debt but have no income.

We find a similar syndrome at schools: If the families know that we are coming to visit on a particular day, the kids get all dressed up to impress. The kids are wearing their best robe, very often a traditional robe. This makes it hardly impossible to judge someone´s wealth based on their clothes. In my view, this is a very important experience.

Today, we were planning on visiting two schools and one family. At the family´s house, we found five people living in a shell construction of about 16 square meters size. The floor was made out of sand. Outside of the house were a couple of kitchen utensils. A whole family is living, eating and sleeping under such conditions. Under no circumstances I could imagine living in such conditions.

However, this is the reason why I am coming to Romania. Due to situations like those, many people have come together in order to make change happen. Even if we cannot end the misery of this family, I hope we were able to make their life easier for a while.

05.12. - Im Lager

Hinter den Kulissen - von Sebastian Weidner

Hier wieder ein kleiner Einblick in die Hintergrundtätigkeiten beim Nikolauskonvoi. Denn wie jeden anderen Tag auch bleiben einige "Nikoläuse" im Lager zurück.

Es ist enorm wichtig, ständing den Überblick zu behalten was wir noch zum verteilen haben, alles mit den Listen der Kinder und Familien abzugleichen, Hilfsgüter zu zählen, zu sortieren, zu kommisionieren und auch das Lager sauber und in Ordnung zu halten.

Ausserdem packen wir jeden Tag, zusammen mit Freiwilligen aus Craiova die mitgebrachten Lebensmittel in kleine Pakete die dann am folgenden Tag an die Familien verteilt werden. Insagesamt haben wir mehr als 30 Tonnen Lebensmittel dabei die in mehr als 4000 Lebensmittelpakete verpackt werden. Ein Paket enthält immer 2kg Mehl, 1kg Nudeln, eine Packung Gries und eine Packung Haferflocken. Zusätzlich zu den Lebensmitteln wird auch noch in jedes Paekt eine Zahnbürste, Zahncreme und eine Seife eingepackt.

An einer anderen Stelle im Lager sind ebenfalls täglich rumänische Helferinnen und Helfer mit uns am Werk und verpacken mitgebrachtes Schulequipment wie Collegeblöcke, Stifte, Hefte und andere Dinge die man im Schulunterricht braucht in Tüten. Diese werden dann ebenfalls am Tag darauf von den fünf Verteilteams an den Mann b zw. natürlich an die Kinder gebracht.

05.12. – In storage

Behind the scenes – from Sebastian Weidner

I would like to take the opportunity to give you an insight into the background activities of the Santa Claus Convoy. As every day, a couple of “Santa Clauses” stayed back at the storage.

It is extremely important to maintain the overview on the remaining goods and to do cross checks with the lists of kids and families which we had received upfront. Count relief goods, sort them, commission them and keep the storage clean and tidy.

Together with volunteers from Craiova we bundle little food parcels on a daily basis which will then be handed out to families. A total of 30 tons of food has to be packaged into more than 4000 parcels. A parcel always consists of 2kg flour, 1kg pasta, one package of semolina and a package of oat. In addition to the food, there is also one tooth brush, one tooth paste and soap.

In another corner of our storage, different teams of Rumanian volunteers also help on a daily basis to sort school equipment like writing pads, pens, notebooks and other school stuff into bags for a next day distribution to the pupils on the next day.

05.12. - Päckchen verteilen

Der Nikolaus in Action - von Winfried Tschöp

Verteilen mit Team 5. Heute Morgen wurde zuerst das Fahrzeug beladen. Jedes Mal die große wichtige Frage, Haben wir alles? Was werden wir in den Schulen bei den Familien vorfinden Stimmen die Mengenangaben die wir auf den Ladelisten erhalten haben? Na ja lieber mal etwas mehr eingepackt von allen Päckchengrößen. Leider funktioniert es immer noch nicht korrekt. Jedes Mal sind mehr Kinder in den verschiedenen Altersklassen da am Verteilort als vorher gemeldet. Oder die Mädchen und Buben sind zahlenmäßig anders verteilt. Leider kommt es vor, dass wenn wir angekündigt sind, mehr Kinder kommen. Die Schulklassen sind nicht immer konstant gleich. Wir Sorgen aber dafür dass kein Kind leer ausgeht. Wir finden immer eine Lösung. Da wird mal was getauscht oder schnell was geteilt damit es für alle reicht.

Schule 1: Diesmal für den Nikolaus eine Überraschung. Da waren wenigstens 300 Schüler in der Schulturnhalle oder so was wie ne Aula mit Bühne und so. Mutig ging der Nikolaus da in die Halle rein. Der Jubel war riesig. So müssen sich die großen Stars fühlen wie ich mich da fühlte. Lang anhaltend Jubelschreie und Klatschen. Ich bin dann zu den ersten Kindern hin und gab Ihnen Süßigkeiten. Manche waren sehr schüchtern und haben weggesehen als Sie nicht mehr in der Masse der anderen Kinder waren. Na ja so Auge in Auge mit dem Nikolaus ich glaube da hat schon viele der Mut verlassen. Zu den Kleinen muss ich mich immer runterbücken oder in die Hocke, dass funktioniert wegen dem Bart besser. Sonst sehe ich die Kinder ja nicht wenn der nach unten bambelt. Aber plötzlich war der Bann gebrochen von überall her kamen die Kinder. Ich war umringt. Die haben angefangen zu Drängeln. Die Kleinen konnten sich nicht mehr Helfen ich habe versucht den Kleinsten zuerst die Süßigkeiten zu geben und dann nix wie in eine andere Ecke. Das hat aber leider nicht viel geholfen. Die Kinder sind schneller und haben meine Taktik sofort durchschaut. Nach ein paar weiteren Versuchen die gefräßige, Süßigkeiten vertilgende Menge (Entschuldigung für die derben Worte) abzuschütteln war der Sack leer. Ich habe mich davon entfernt und dann gab es die Geschenke.

Die nächste Schule war ganz anders organisiert. Ich bin von Schulklasse zu Schulklasse durch die Klassenzimmer während die Kinder Unterricht hatten. Ich habe den Unterricht unterbrochen. Die Kinder sangen in fast allen Klassen viele Lieder.

Spaß macht es die Klassenzimmer zu betreten und in nikolaustiefer Stimme ho ho ho zu rufen. Viele Kinder sind dann total überrascht. Sie erschrecken und Lachen laut. Da gibts Süßes, später Päckchen und ab ins nächste Klassenzimmer.

In einer Art Gemeinschaftraum oder Turnhalle wurden die armen Familien mit Lebensmittel und Kleidung versorgt.

Anschließend waren wir noch bei einer armen Familie. Opa und Oma versorgen die drei Kinder. Der Vater arbeitet im Ausland und die Mutter ist auf tragische Weise ums Leben gekommen. Rente haben die Beiden kaum, dass reicht nicht Mal für Sie selbst. Die Kinder benötigen Unterstützung, sonst haben sie nichts zum Essen oder Anziehen und schon gar keine Weihnachtsgeschenke.

Danach weis ich immer wieder ist es richtig was wir tun!

05.12. – Distributing parcels

Santa Claus in action - from Winfried Tschöp

Distributing parcels with team 5. First thing this morning was loading the vehicle and as always, the most important question is - do we have everything? What surprises will we have when we are in the schools with the families. Are the quantities according to the loading lists? As always we pack a little bit more just to be on the safe side, but even that seems to be not enough. Every time we find that there are more children of all different ages than had been listed or the split between boys and girls differs. Also, there are usually more children around when they know that we are coming. The size of the classes is not always constant. But we ensure that every kid gets his share, we always find a solution. Sometimes we have to swap items over or divide a package into two to ensure nobody goes home empty handed.

School 1: This time for a Santa Claus surprise. There were at least 300 pupils in a hall that looked like the gym or assembly hall with a stage or similar. Brave entered Santa Claus this hall and the pupils were absolutely over the moon. I felt like a celebrity. Long lasting cheering and applauding. I turned to some of the children and gave them sweets. Some of them were very shy and turned their face away as they were standing out of the masses. Face to face with Santa Claus, I believe some kids have lost their courage. For the more little kids I needed to bend or crouch down as I would have otherwise not seen them for my beard. Suddenly, the spell was broken and kids came towards me from everywhere. I was surrounded. They started pushing towards me and the little kids were between us. I just tried to give some sweets to the smallest kid before I rushed off into a different corner. Without success. The kids were faster and have understood my tactics immediately. After a couple of further attempts to shake off the greedy, sweet-eating crowd (excuse my words), the bag was empty. I walked off and then they received their Christmas parcels.

The experience at the next school was organized completely different: I walked from class room to class room whilst the lessons were on. I had to disrupt the lesson and in most of the classes the pupils sang some carols for me.

It was actually fun to walk into the class rooms and shout with a very dark Santa Claus voice “hohoho”. A lot of the kids have been totally surprised. They first got frightened, but then laughed. Here are sweets, there are Christmas parcels, off I go to the next class room.

There was a sort of common room or gym where the families in need received food and clothes.

After leaving the school we headed towards a very poor family where the grandparents looked after the three children. The father was working abroad and the mother has tragically lost her life. The small pension the grandparents receive is hardly sufficient for themselves. The children need support, otherwise they don´t have anything to eat or wear not to mention Christmas presents.

Just events just reinforces that we are doing the right things here!

04.12. - Tag 1 auf Tour

Die Kornkammer Europas - von Stefan Oberlander

Am Morgen sind die Teams in alle Himmelsrichtungen au
sgeschwärmt umd begannen damit ihre Stationen zu besuchen. Auf unserem Plan standen zwei Schulen und zwei Familien.  
Es macht so viel Spaß die strahlenden Gesichter der Kinder zu sehen, selbst wenn der eigene Körper die Müdigkeit anmeldet. Es ist wahrlich etwas erfüllendes. Das ist aber nur die eine Seite der Medallie. 
Bei einer ärmlichen Familie durften wir das Haus betreten, welches genau aus einem kleinen Zimmer bestand und welches sich fünf Leute teilen, der Vater (die Mutter hat die Familie verlassen) und vier Kinder. Ein Kind davon ist ein junger Erwachsener und während unseres Besuches blickte er nur leer auf den Boden. Ich frage mich, ob er sich in dem Moment für ihre Situation geschämt hat oder ob er aufgrund der Perspektivlosigkeit in diesem Land bereits aufgegeben hat. Diese Frage begleitet mich seitdem, denn wenn ich mir vorstelle mit diesem Jungen zu tauschen, wüsste ich ehrlich gesagt nicht was ich tun würde.  
Es gibt so viele Aspekte Rumäniens mit denen ich mich kaum auseinander gesetzt habe. Erst jetzt merke ich auch wie viele Dinge mir bei meinem ersten Konvoi noch nicht einmal aufgefallen sind. Es ist eine Überflutung von Reizen und Emotionen. Und obwohl man in diesem Land für eine Zeit unterwegs ist, stellt sich doch die Frage wie viel man wirklich über Rumänien weiß. Denn wenn man mal in sich geht und abruft was man zu wissen glaubt, dann ist das Ergebnis oftmals ernüchternd. Der Bezug des Landes zur Kornkammer Europas oder Namen wie Ceaușescu oder Băsescu waren mir bis vor kurzem fremd. Genauso habe ich nur eine ungefähre Vorstellung von dem was jetzt in diesem Land passiert. Die umstrittene Justizreform und die Proteste dagegen fallen mir spontan ein und über dem ganzen liegt das Problem der Korruption. Es gibt so viele Themen und man kennt kaum welche.

Rumänien ist aktuell für mich ein Land, für das sich scheinbar nur wenige interessieren und von der Welt vergessen wurde. Aber zumindest in meinem Kopf möchte ich anfangen genau das zu ändern.

04.12. – Day 1 on Tour

The granary of Europe - from Stefan Oberlander

In the morning all teams were rushing out to get to their stations for today. We had two schools and two families on our plan.

Although we are all knackered, we are enjoying so much to see the happy faces of the children – it is really fulfilling. However, this is only one side of the coin. Visiting a very poor family, we were invited to enter the house: in one small room had to live five people, the father (the mother had left the family) and his four children. One of them is already an adult and during our visit he kept just blankly starred onto the floor. If he was ashamed about the conditions they lived in or if he had just simply given up due to the lack of perspectives in his country – I don´t know. This question is following me since then and if I had to swap life with him, I honestly would not know what to do.

There are ample aspects of Rumania I never had a critical look at before. During this trip I am seeing things I have not paid attention to during my first trip. It is an overload of stimulation and emotions. And although we spend quite some time in this country during our trips, on reflection, I am starting to doubt how much we really know about this country. I was not aware of the role of the country as granary of Europe and names like Ceaușescu or Băsescu were alien to me up till now. Likewise, I only have a very vague idea on what is currently going on in this country. The controversial juridical reform and the protests against it come to my mind as well as the problem of the omnipresent corruption. There is so many problems and we hardly know anything about them.

To me it seems that Rumania is a country which is on nobody´s radar and which has been forgotten by the rest of the world. At least in my mind, I want to start changing this.

 

 

04.12. - Päckchen verteilen

Unterwegs in Valcea - von Winfried Tschöp

Heute war mein persönlicher erster Tag beim Päckchen verteilen. Das heißt kein Lagerdienst sondern Kinderaugen strahlen sehen stand auf dem Programm. Gut war das die Fahrzeuge schon beladen bereit standen. Wir sind am frühen Morgen deshalb schon los gekommen. Wir hatten zwei einhalb Stunden Fahrt vor uns. Wir fuhren mit einem kleinen LKW und einem Sprinter losin den neuen Landkreis süd östlich von Craiova. Dabei waren auch die Übersetzer und Mitarbeiter von Fa. Cummins sowie World Vision. Durch unsere bisherigen Aktivitäten und die Zusammenarbeit mit World Vision sind wir nun in einem größeren Gebiet aktiv.

Und nach dieser Anfahrtszeit auf langen geraden Strecken mit hin und wieder einer Flußtalsenke, war es dann so weit. Die erste Schule war in Sicht. Schnell das Nikolauskostüm angezogen und dann ab in die Schule. Meine Kollegen haben in der Zeit schon mal die Päckchen in einem Klassenzimmer aufgebaut. Nun bin ich im Flur der ersten Schulklasse, nein besser dem angeschlossenen Kindergarten gegenüber gestanden. Mann hatten die einen Respekt vorm Nikolaus. Ungläubig haben die mich angesehen. Wer ist das? Aber mit den Süßigkeiten aus dem Sack konnte ich schnell ihr Vertrauen gewinnen. Sie stellen immer so viele Fragen die kleinen zwischen 3 und 6 Jahre. Leider verstehe ich Sie nicht und die mich nicht. Vieles wird durch die Dolmetscher englisch – rumänisch geklärt aber vieles bleibt unbeantwortet. Nach weiteren Klassenzimmern in die ich durfte mit älteren Schülern bin ich nach draußen ins Klassenzimmer zum Päckchen verteilen gegangen. Die Freude ist groß aber es ist interessant wie vorsichtig die Kinder die Geschenke entgegennehmen. In Ihren Gesichtern lese ich „Ist das ein Traum oder wahr?“

Nun ja an diesem Tag waren es drei Schulen für unserer Team. In einer Schule war ich auch überrascht. Ich klopfte feste an die Tür des Klassenzimmers. Um mir da schon Respekt zu verschaffen. Da öffnete ich die Türe vorsichtig. Die Kinder erschraken bei meinem Anblick. Sie versuchten zurückzuweichen aber das ging nicht wegen der Kinder dahinter. Diese Kinder hatten sich schon auf den Weg zu den Päckchen vorbereitet. Da gabs wieder Süßigkeiten und alles war erst mal gut.

Weihnachtspäckchen verteilen diesmal im Hof. In einer anderen Ecke des Schulgeländes wurden arme Familien die von Bürgermeister eingeladen waren mit Kleidung, Decken und Lebensmittelpaketen versorgt.

Zum Abschluss waren wir noch bei einer der ärmsten Familien fünf Kinder mit den Eltern in einem besseren Gartenhäuschen. Das typische Bild ein Raum, Bett, Küche mit Holzherd. Der Hof drum rum lag an einem Hang aber keine Terrassen und durch den Regen der letzten Tage war alles matschig. Dort haben wir die Lebensmittelpakete hingetragen. Teil wurden Sie auch bis zur Hälfte des Hanges von einen Allrad Dacia gefahren. Dabei mußten wir im Tal einen kleinen Bach durch eine Furt überqueren. Diese Familie hatte es am dringendsten nötig. Sie bekam reichlich Lebensmittel, und Kleidung von uns.

Die zweieinhalb Stunden zurück nach Craiova waren im dunkeln besonders Lang was ein Glück das ich nichtfahren mußte. Mal sehen was Morgen auf uns zukommt.

04.12 – Distributing parcels

On the road in Valcea - from Winfried Tschöp

Today was my first day of distributing parcels i.e no storage duty, but the opportunity to see children´s eyes shine. It was good that the vehicles had been already loaded the night before, we therefore managed an early start. Our journey would be about two and a half hours and we headed towards the new county south-east of Craiova with a small truck and a Sprinter. On board a translator and employees from Cummins and World Vision. Due to our activities and cooperation with World Vision we are now reaching out to a much larger area.

Two and a half hours later, after a journey over long, stretchy roads and once and a while a river valley, we finally arrived. We could already see the first school. I quickly jumped into the Santa Claus costume and then entered the building. My colleagues have already prepared all parcels in a classroom. I am standing in the hallway of the first class, or more in the adjacent kindergarten opposite to it. The kids really had a lot of respect for the Santa Claus. They looked at me sceptically – Who is that? But with the sweets from my bag I was quickly able to win their trust. These kids between 3 and 6 asked so many questions, but unfortunately we were not able to communicate. A lot was translated by the interpreters, but a lot remained unanswered. The same procedure repeated in several other class rooms, before I then went with the older pupils into their class room. You could see that the kids were very happy, but it was interesting to see how carefully they took the presents. I could almost read in their faces “is that reality or am I dreaming”.

Today our team covered three schools in total and in one of them I was caught off guard: I heavily knocked on the door of the class room in order to earn respect upfront. I opened the door carefully and the kids were frightened when they saw me. The first rows tried to back off, but could not due to the kids behind them coming towards me to pick up their parcel. Once I handed out sweets the situation got back under control.

Handing out parcels again – this time in the yard. On the other corner of the school premises families in need received clothes, blankets and food packages from the mayor.

Towards the end we visited one of the poorest families. The parents lived with their five children in something like a garden shed. The typical picture: one room, bed, kitchen with wooden stove. The yard around was on a hillside, no terraces and due to the rain of the previous days the ground was completely muddy. We had to carry the food packages there. A part of it we were able to get to about half of the hill with our four wheel Dacia. We had to cross a valley with a little river crossing. This family was really in urgent need of the goods. They received ample of food packages and clothes from us.

The two and a half hours back to Craiova in the dark seemed to be extremely long and I was grateful that I did not have to drive. Let´s see what tomorrow brings.

 

03.12. - Entladen und wieder Laden

Das "Lagerleben" der Nikoläuse - von Sebastian Weidner

Heute haben wir um 8 Uhr, nach einem kleinen Frühstück in unserer Unterkunft begonnen unsere 9 LKWs auszuladen.

Unterstüzt wurden wir dabei von einigen Freiwilligen aus Craiova. Unter anderem mit zwei Stapler - welche ein Glück, denn sonst hätten wir die mehr als 5000 Umkartons mit unserern Hilfsgütern alle per Hand ausladen müssen.

So haben uns die beiden Männer aus Rumänien mit ihren Stapler tatkräftig unterstützt. Wir haben alle LKWs enladen und in unserem 900 Quadratmeter Lager sortiert und eingeräumt.

Nach 6 Stunden entladen haben wir dann begonnen, einen Teil der nun leeren Lastwagen und Transporter wieder für die ersten Verteiletouren zu beladen.

Wir haben heuten die Orthodoxe Kirche in Craiova, ein Obdachlossenheim mit über 100 "Bewohnern" und vielen mehr betreuten Menschen, ein Altenheim mit 75 Bewohnern und mehrere kleine Anlaufstellen angefahren. Überbracht haben wir neben Weihnachtsgeschenken für Kinder auch viel ander eHilfsgüter wie Lebensmittel, Betten, Matratzen, Bettwäsche und vieles mehr.

Nachdem am Abend wieder alle Verteilteams zurück im Lager angekommen sind haben wir noch die Fahrzeuge für die Touren am nächsten Tag vorbereitet.

Um kurz nach 21 Uhr waren wir dann müde, aber zufriden wieder alle zurück in der unterkunft und haben uns nach einem leckeren Abendessen zur wohl verdienten Ruhe gelegt.

Wir freuen uns auf den nächsten Tag und die vielen huntert Kinder und Familien die wir morgen treffen und beschenken werden.

03.12 – Unloading and Reloading

The Santa Claus´ „life in storage“ from Sebastian Weidner

Today at 8 am, after a small breakfast, we have started unloading our 9 trucks.

Volunteers from Craiova were there to support us, i.a. with two forklift trucks which came in very handy as we would have otherwise needed to unload more than 5000 cardboard boxes full of relief supplies by hand.

This way, the two Romanian men have been actively supporting us with their forklift truck to unload all of our trucks and stored the goods in our 900 square meters big store.

After 6 hours of unloading we were then able to start re-loading our empty trucks and transporters for the distribution tours.

On our distribution for today was the orthodox church of Craiova, a homeless home with over 100 “residents” and many more people they look after, a care home with 75 residents as well as some other small organizations.
We have been able to hand out Christmas presents for children and other relief goods like food, beds, mattresses, bed linen and many other things.

After arriving back at our storage in the evening, we prepared our vehicles for the next day´s tours.

It was after 9pm, when we all went to bed after a yummy dinner – tired but very satisfied.

We are looking forward to day 2 and the hundreds of children and families we will meet tomorrow to hand out presents.

 

 

03.12. - Die erste Verteiltour

Orthodoxe Kirche in Craiova - von Sebastian Kempfle

Ladung: 600 Weihachtspäckchen und 160 Kartons sonstige Hilfsgüter

Wie die Jahre zuvor unterstützen wir den Pfarrer der Kirche bei seinem Kampf gegen die Armut und fuhren in seine Kirche. Dort wurden wir von sehr vielen Kinder und den Eltern schon   sehnsüchtig erwartet.

Nach dem Aufbau unserer Verteilstation, die immer an die örtlichen Gegebenheiten angepasst werden muss, begannen wir mit dem Verteilen der Päckchen. An diesem Ort hat sich die Trennung
der Geschlechter bewährt, da die Übergabe auf sehr beengten Raum auf dem Gehweg vor der Kirche stattfinden muss. Erneut konnten wir die strahlenden Augen der Kinder sehen, als der örtliche Nachwuchs die Geschenke in Empfang nehmen durfte. Trotz der großen Vorfreude lief der Ablauf sehr diszipliniert ab und die Kinder und Eltern warteten geduldig auf ihre Päckchen.
Unsere neuen Helfer fügten sich ohne Schwierigkeiten im Team ein und waren eine echte Bereicherung für uns.
Unterstützt von den jungen Helfern der Kirche, welche uns die Kartons fast aus der Hand rissen, entluden wir die Hilfsgüter anschließend aus dem LKW und brachten sie in die Kirche. Der Pfarrer organisiert die Verteilung an Familien, welche dringend Hilfe benötigen.

Als Dank für unsere Arbeit sang uns der Kirchenchor, bestehend aus jungen Leuten zwischen 16 und 20 Jahren, rumänische Weihnachtslieder vor. Mit selbstgebastelten Engeln und Engelsflügeln kehrten wir in unser Lager zurück und begannen mit der Vorbereitung der Tour für den nächsten Tag.

03.12. – Our first distribution tour

The orthodox church of Craiova – from Sebastian Kempfle

Charge: 600 Christmas parcels and 160 cardboard boxes of other relief supply

As in the recent years, we are supporting the priest in his fight against poverty and therefore visited his church, where many children have been expecting us with their parents wistfully.

After having set up our distribution station, which needs to be adapted to each of the different locations we drive to, we started handing out the parcels. As we had to hand them out in a very tight space on the pavement in front of the church, it has proven well that we asked them to have a separate queue for men and women. When we handed out the parcels to the children, we could see their resplendent faces. Despite the anticipation, the process of distributing the parcels took place in a very disciplined manner as the kids and parents waited patiently for their parcels.

We had great support from a couple of new volunteers this year who integrated smoothly into our team.

Supported by these young volunteers of the church, who nearly wrenched the boxes out of our hands, we unloaded the goods from the lorry and brought them into the church for the priest to organize the distribution amongst families in urgent need.

The church choir, consisting of young people between the age of 16 and 20, then sang a couple of Christmas songs to thank us. We were handed out home-made angels and angel wings and returned to our storage in order to prepare our tours for the next day.

03.12. - Der erste Tag in Rumänien

Lagerdienst halt - von Winfied Tschöp

Tja, lange Fahrt durch die dunkle Nacht Richtung Craiova, wird mir noch ne ganze Weile in Erinnerung bleiben. Wir fuhren immer in Richtung des fast vollständigen Vollmondes. Nah da hatte ich auch mal ne Gänsehaut. Wir sind ja da in Craiova gar nicht so weit weg von Graf Darcula in Transsilvanien. Aber das war schnell wieder weg erstens gibt es ja Knoblauch, zweitens haben wir ja einen Auftrag. Unser Auftrag lautet, macht Kinder glücklich. Was soll das dann mit den düsteren Gedanken. Kinder sind einfach unbelastet, Sie sind natürlich und können eine Freude zeigen die uns Erwachsenen fremd ist.

Ach ja da waren noch die kleinen Krisen zwischen uns Erwachsenen. Was bringt man nicht alles mit aus unserem Deutschland. Dinge die uns wichtig sind. Erstens, habe ich das richtige Fahrzeug. Passt der Komfort des LKW den ich leihweise zur Verfügung habe. Oder, wurde ich richtig eingeteilt. Ist es das was ich wirklich wollte. Während der Fahrt kein Gedanke an das Elend der Kinder die zum Teil schon auf uns warten weil wir das Jahr zuvor da Waren und versprachen wieder zu kommen.

Heute hatte ich Lagerdienst, das ist bei weitem nicht so spannend und gefühlsreich wie das Austeilen der Päckchen. Aber irgendwie muss die Logistik ja laufen da geht nichts ohne die Vorbereitung. Lager, ja leider habe ich meine große Klappe nicht gehalten. Ich sagte zum Vorstand ich mache mir mal ein paar Gedanken. Aber wie war das wenn man was anbietet muss man es auch Einhalten. Heute hies es, Du Winfried, hast den Plan nun mach mal. Ich bin nun erlöst und zufrieden es gab keine größeren Probleme.

Aber, „Lager“ ich bin selbst immer noch stark beeindruckt. Dadurch das an vielen Plätzen in Deutschland Päckchen gepackt und gesammelt wurden und auch andere Hilfsgüter gespendet wurden war das Gigantisch. Keiner von uns hatte je an einem Fleck gesehen wie viel das ist, was da in vielen Teilen Deutschlands zusammen kam. Ich war Überwältigt.

Immer wieder wurden LKW und Transporter in die Halle gefahren. Die riesige Hallen wurde plötzlich immer kleiner. Das kriegen wir nie da rein war mein Gedanke aber es ging dann Doch. Nun standen Sie da die Kisten und Kartons. Die darauf warteten Kinder glücklich zu machen die ersten gingen Heute auch schon auf Reise zum einem Lächeln das man nie vergisst. Leider war ich nicht dabei, Lagerdienst halt.

03.12 – The first day in Rumania

On storage duty – from Winfried Tschöp

Well, I am sure I will remember the long journey through the dark towards Craiova for some time. We seemed to always follow the direction of the full moon. Considering that Craiova is not too far away from Count Dracula in Transylvania, this caused for goose bumps. But not for too long. First of all, there is always garlic and secondly, we are on a mission to make kids happy, so there is no space for dark thoughts. Children are light-hearted, naïve and are able to express joy in a way that is alien to us grownups.

I should not forget to mention the small crises between us adults. We all brought our “package” from Germany: things that are important to us. First of all, do I have the right vehicle? Is the rented truck comfortable enough? Am I grouped into the right team? Am I going to be able to do what I wanted to do? During our journey, there was no mentioning of the poverty and living circumstances of those kids that are already expecting our visit since last year.

Today I had to work in the store, which is definitely not as exciting and rewarding as the handing out of the parcels. On the other hand, the logistics planning is important in order to ensure a smooth distribution process. Well, be careful what you ask for: I committed to the management to give it some thought and to come up with a plan. Today I, Winfried, was put in charge to execute the plan. I am happy that there was no major problems.

I am still extremely impressed by our storage. As the collection of goods and packaging of the parcels has been spread all over Germany, the overall amount of donations was not really visible, to none of us. I was overwhelmed.

One after the other truck and transporter entered the huge store, which suddenly seemed to shrink. Initially I thought we would never be able to fit everything into the space, but we finally did. All these parcels and boxes were finally here, waiting to make children happy. And the first ones started their journey today, a journey to a smile you will never forget. However, I was not part of it. I was on storage duty.

 

 

 

 

03.12. - Im Lager in Craiova

Angekommen - von Stefan Oberlander

Die Strapazen der Anreise sind manchen am Frühstückstisch noch anzusehen. Und wieder andere besitzen beneidenswert viel Energie und begrüßen alle begeistert mit einem fröhlichen "Guten Morgen!".  

So oder so war heute ein beeindruckender Tag. Die Lagerhalle wurde heute gefüllt mit Weihnachtspäckchen, Lebensmittel und allem anderen was die LKWs transportiert haben. Jetzt ist die Lagerhalle voll und bereits am Nachmittag sind die ersten Routen gefahren worden.  
Unsere Route brachte uns zu einem Altersheim, das jedes Jahr Besuch vom Nikolauskonvoi bekommt. Wir wurden herzlichst von den Mitarbeitern, den Bewohnern mit deren Familie und dem Bürgermeister begrüßt. Nachdem alles ins Altersheim gebracht wurde, luden uns die Mitarbeiter auf Pizza und Wein in ihrem Büro ein. Das war ein wunderschönes Erlebnis. Nicht nur weil wir alle schon ziemlich hungrig waren, sondern auch wegen der herzlichen Atmosphäre die vorherrschte, obwohl viele aufgrund der Sprachbarriere nicht direkt miteinander reden konnten. Diese respektvolle Freundschaft die der Konvoi mit dem Altersheim aufgebaut hat, beeindruckte mich zutiefst. Der Bürgermeister erzählte von Missständen im seinem Dorf und dass er diese gerne beheben möchte. So haben viele Haushalte noch keinen Anschluß an die Kanalisation und manche noch nicht einmal einen Wasseranschluss, etwas so elementares für uns, dass allein die Vorstellung ohne diese Dinge zu leben schwierig wird.  
Danach ging es zurück ins Lager, wo die Touren für den nächsten Tag noch vorbereitet wurden. Müsste ich das Lager und das Gelände darum beschreiben, würde mir zuerst ein post-apokalytisches Szenario in den Sinn kommen. Verrostete und teils verlassene Fabrikanlagen ragen um uns herum auf. Bricht die Dunkelheit herein wirkt das ganze Gelände unheimlich. Stumme Zeugen der Vergangenheit des Landes.

03.12. – At our storage location in Craiova

Arrived – from Stefan Oberlander

Looking into the faces of some of my colleagues I can still see the stress of the journey. Other, however, have got an enviable amount of energy and greet everyone with a happy “Good morning”.

One way or the other, today has been an impressing day. The storage halls have been filled with Christmas parcels, food and anything else that we had been transporting in our trucks. Now the store is full and we have already started in the afternoon with the first distribution routes.

On our route, we stopped at a care home which is part of the route every year. The employees, residents and their families as well as the mayor has given us a very warm welcome. After we had handed over all our goods, the employees of the care home invited us to pizza and wine in their office. This was a wonderful experience. Not only because we were all quite hungry, but also because of the hearty atmosphere that existed amongst everyone despite the language barriers. I was very impressed by the respectful friendship the convoy team and the care home employees had built. The mayor was talking about shortcomings in his village and his plans to improve the conditions. For example, there are a lot of households that are not connected to the sewer system and some are not even connected to the water supply – things that we take for granted and could not imagine living without.

After that we returned to the storage to prepare the loads for the next day´s routes. If I had to describe the storage and the premises around it, the first that came to my mind would be a post-apocalyptic scenario: corroded and partly abandoned factories everywhere you look. Quite spooky after dark. Silent witnesses of the country´s past.

 

1.12. / 2.12. - Konvoileitung und Voausfahrzeug

Ein kleiner Blick hinter die Kulissen des Nikolauskonvoi von Sebastian Weidner.

Nun zum vierten mal habe ich den Nikolauskonvoi mit organisiert und mit begleitet. Aber bei der Fahrt war ich immmer mit verschiedenen Personen zusammen im sogenannten Voraus- und Versorgungsfahrzeug.

Wir fahren dabei zu zweit mit unserem Transporter immer dem Nikolauskonvoi "schnell" voraus und kundschaften den nächsten Platz für den Halt des ganzen Konvois aus. Dabei ist es nicht immer einfach einen Parkplatz für 19 Fahrzeuge zu finden. Vor allem Nachts nicht, wenn auch die meisten "normalen" Trucker Pause machen und auf den Park- und Rasrplätzen stehen.

Wenn wir dann einen passenden Platz gefunden haben bereiten wir eine kleine Bortzeit, Getränke und Kaffee aus unserem Verpflegungsfahrzeug für die Konvoiteilnehmer vor.

Ist das getan warten wir auf die restlichen Fahrzuge und weisen diese auf die verfügbaren Parkplätze ein.

Alles in allem ein interessater "Job" der einem aber auch viel organisationsvermögen abfordert.

1.12 / 2.12 – Lead of the Convoy and headway

A small glimpse behind the scenes of the Santa Claus Convoy – from Sebastian Weidner.

This is the fourth time now that I have been involved in the organization and execution of the Santa Claus Convoy and during the journey I was always part of different teams in the so-called headway vehicle.

We are driving ahead of the rest of the convoy in order to explore a suitable next stop for the whole convoy. It is not always easy to find a parking for 19 vehicles. Especially at night time, when most of the “normal” truck drivers take a break and stop at the service stations.

If we have found a suitable service station, we then usually prepare snacks, refreshments and coffee, which we carry in our supply vehicle, to have them ready when the rest of the convoy arrives.

Once the other vehicles arrive, we assign them to their parking.

The job is very interesting, but also challenging as it needs a lot of organizational talent.

 

1.12. / 2.12. - Fahrt nach Rumänien

Der Nikolauskonvoi 2017 ist das zweite Mal, dass ich den Konvoi als Mitfahrer begleiten darf. Von Stefan Oberlander
Die Anreise ist die erste große Probe des Konvois während dieser Woche. Dieses Jahr müssen neun LKWs mit zehn Begleitfahrzeugen sicher von Jettingen-Scheppach nach Craiova gebracht werden. Das klingt nach einer beachtlichen Nummer und wenn man all die Fahrzeuge an einem der Pausenstopps eins nach dem anderen an einem Parkplatz vorfahren sieht, macht das diese Zahl real und lässt einen die Dimension dieses Unternehmens erkennen. Da steckt unfassbar viel Planung und Arbeit von so vielen Menschen drin!
Ich war für das Versorgungsfahrzeug eingeteilt und es war unsere Aufgabe dem Konvoi vorrauszufahren und die Mitfahrer an den Stopps mit einem Wurstbrot und einem heißen Kaffee zu begegnen. Gerade mitten in der Nacht bei eiskaltem Wind, ist es ein schönes Gefühl den anderen so das Leben etwas erleichtern zu können.
Entsprechend schön ist es auch, wenn die Fahrt allgemeinen ohne Probleme verläuft. Hier zeigt sich inzwischen der beachtliche Erfahrungsschatz der Gruppe. Der Konvoi ist extrem effizient geworden, geformt durch die Erfahrungen der letzten Jahre. Allein der Unterschied zwischen zwei Jahren (2015 war ich das erste mal mit dabei) ist enorm und hinter manch gestellter Frage der Konvoileiter steckt ziemlich sicher eine lehrreiche Geschichte.

01.12 / 2.12 – The journey to Rumania

This is the second time this year that I am joining the Santa Claus Convoy. From Stefan Oberlander

The journey is the first big challenge for the convoy during this week. This year we have to bring 9 trucks and 10 support vehicles safely from Jettingen-Scheppach to Craiova. This is quite a considerable number of vehicles.  When after a break, you see one vehicle after the other passing by on the services, you realize the dimensions of our project. You realize the incredible amount of planning and work of so many people!

I was part of the catering vehicle and part of our job was to lead the convoy and provide the others with sandwiches and hot coffees at one of the stops. In the middle of the night with a freezing wind blowing, it is quite a rewarding job to spoil the other team members a bit.

It is especially great when the journey runs smoothly, without any issues. This is really down to the experience of the whole group. The convoy has become extremely efficient through learning from the experience of the prior years. It is incredible what two years can make a difference (2015 was the first time I joined the team). If the convoy lead is asking questions, be sure there is usually a story behind the question.

1.12. / 2.12. - Nikolauskonvoi unterwegs

Der Nikolauskonvoi, Start in Marktheidenfeld am 30.Nov 2017, von Winfried Tschöp

Schon früh waren meine Kollegen in der Firma im Lager um die restlichen Dinge zusammenzupacken. Ich hatte vor zu helfen aber da war schon alles fertig. Kaffee für die Fahrt im Verpflegungsfahrzeug gerichtet. Der Proviant verstaut. Die Reisetaschen konnten in weitere Fahrzeuge die zur Verfügung standen eingeladen werden. Bei mir hat sich schon etwas Aufregung breit gemacht. Ich hatte so eine innere Unruhe.

Kurze Besprechung mit den Anderen und der Leitung. Es gab eine Programm Änderung für mich erstens war ich nicht auf die Abfahrt um 10:00 statt Nachmittag vorbereitet, zweitens der Leiter des Konvoi fährt später. Kein Problem, wir sind ja flexibel. Also Start um 10:00 mit drei LKW und von Marktheidenfeld nach Burgau. Wir haben unterwegs noch schnell einen Sprinter in eine LKW Zugmaschine getauscht. Alles musste noch am Freitag zum vereinbarten Treffpunkt mit den Kollegen aus Süddeutschland.

In Burgau bei Fa. Roma, galt es die Fahrzeuge abfahrbereit zu machen. Sattelzugmaschine aufsatteln. Fahrzeug mit den Beschriftungsaufklebern versehen. Nikolauskonvoi muss da draufstehen und das es ein humanitärer Hilfstransport ist. In allen Sprachen der Länder die wir passieren wollen. Uff geschafft nun in die Herberge, was Essen, Schlafen und auf die morgige Abfahrt vorbereiten.

01.12.2017, früh mussten wir schon raus. Nach dem Frühstück galt es sich bei Roma zu versammeln. Alle Fahrzeuge wurden dort aufgereiht für den großen Start unseres Konvoi nach Rumänien um die Weihnachtspäckchen bei den Kindern dort abzuliefern. Es gab sehr interessante Ansprachen von, Pfarrern, Bürgermeister, Roma Geschäftsführung und natürlich Frau Staatsministerin Dr. Beate Merk. Da wurde erwähnt wie wichtig das alles ist. Es war die Rede von liebevoll gepackten Weihnachtspäckchen die mit Herzblut gepackt wurden. Dass sich das Hinsehen und Helfen rumspricht und viel mehr Menschen mit anpacken als erwartet. Es war auch die Rede von den goldenen Gaben des Nikolaus die nun den Kindern in Rumänien zu teil werden. Es wurde aus dem Lukas Evangelium zitiert und dem Helfe der Opfer. Die Kinder können nun wirklich das wenigste für Ihre Armut dort. Außerdem den 10000 Weihnachtspäckchen die wir dahin transportieren und persönlich übergeben. Darum geht es ja eigentlich. Zur Abfahrt hatten sich auch Kinder von Kindergarten und Schule dort versammelt. Wir bekamen ein wunderbares Ständchen gesungen zum Abschied.

Nun der eigentliche Start der langen 30 stündigen Reise nach Craiova. Verspätet es passiert ja bei so einer riesigen  Unternehmung immer was Unvorhergesehenes. Trotzdem bleibt es verhältnismäßig ruhig. Außergewöhnlich wenn wir an den bunt zusammengewürfelten Haufen denken der wir sind. Hier zeigt sich nun, dass es wirklich nur ums Helfen und um die Kinder geht.

30 Stunden Fahrt, das ist ein Marathon für unser Team. Lange Fahrt auf den Autobahnen und Landstraßen. Dunkle Nächte, kombiniert mit Nebel und stellenweise Schnee. Eine richtige Herausforderung war da an uns gestellt. Auch wenn es etwas zwischenmenschlich gekriselt hat, das ist ja nachvollziehbar wenn 46 Personen gemeinsam auf Reisen sind, sind wir gut durchgekommen.

Am 02.Dez Mittags um ca. 16:00 waren wir dann endlich an unserem Lager in Craiova.

1.12. / 2.12. – On the road with the Santa Claus Convoy

The Santa Claus Convoy, Start from Marktheidenfeld on November 30th from Marktheidenfeld – from Winfried Tschöp

It has been still very early in the day when my colleagues met at the plant to pack the remaining items in the store. I was originally planning on helping, but when I arrived, everything had been done already. The catering vehicle had been equipped with coffee, the snacks and refreshments stowed away, baggage loaded into several trucks. I started to get nervous, felt restless.

Short team meeting with the convoy lead. There was a change in plan for me: Firstly, I should leave with the team leaving at 10am as opposed to the original plan to leave in the afternoon. Secondly, the leader of the convoy leaves later. No problem, we are flexible. So we started at 10am with three trucks from Marktheidenfeld with direction Burgau. On the way there we still had to change vehicles: from a Sprinter van to a truck. Everything had to be ready for the meeting on Friday with our colleagues from southern Germany.

Arrived at the company ROMA in Burgau, we had to get the vehicles there ready for the journey: Coupling the trailer. Attaching the labels to the vehicle. They needed to be labelled Santa Claus Convoy and that it is a humanitarian transport in the languages of all countries that we will be passing through. Uff – done. Let´s go to the hostel to get some food and sleep and get prepared for the journey.

01.12.2017: It is an early start. After breakfast we met at ROMA. All vehicles were parked up here for the official start of our convoy to Rumania and the mission to distribute Christmas parcels amongst the children there. There were interesting speeches of priests, the mayor, the management of ROMA and from the state minister Mrs. Dr. Beate Merk who all emphasized how important our work is. They referred to the Christmas parcels which have been wrapped with so much passion and that the word about “Hinsehen und Helfen” has been spread so that much more people supported than expected. They spoke about the fact that Santa Claus´s fine gifts will also reach the children in Rumania. They cited from the Gospel of Luke and the help to the victims, the children are the victims of the poverty there. Of course the 10000 Christmas parcels which we will transport and hand over personally found mentioning as well. And this is really what it´s all about. When we left there was also an assembly of kids from the kindergarten and the school which sang a farewell song.

Finally we are on our 30 hour journey to Craiova. A little delayed, but this is normal for such a large project. Still, everybody remains calm, which is surprising if we think about the mix of people here. This proves that the main focus is about helping and children.

A 30 hours drive – a marathon for our team. A long journey on motorways, country roads. Dark nights, combined with fog and partly snow. We were presented a real challenge. Sure, there were some tensions, but isn´t that normal if 46 people go on a journey together.

On Saturday December 2nd at 4pm we arrived safely at our storage location in Craiova.

 

 

29.11.2017 - BALD GEHTS LOS

Heute wurnde in Burgau und Marktheidenfeld die letzten LKW beladen.

Morgen, also am Donnerstag den 30.11. starten wir mit 3 LKW und 4 Transportern um ca. 10 Uhr von Marktheidenfeld in Richtung Burgau.

Dort treffen wir uns mit allen anderen Konvoifahrzeugen und machen uns dann am Freitag den 1. Dezember um ca. 10 Uhr, nach der Abfahrtszeremonie mit unserer Schirmherrin, Frau Staatsministern Dr. Beate Merk, auf den Weg nach Craiova im Süden Rumäniens.

In diesem Jahr hat der Nikolauskonvoi, auch dank der fantastischen Unterstützung von Euch, bisher alle Rekorde gebrochen.

Wir haben erstmals 19 Fahrzeuge im Konvoi, davon 9 große LKW.

Geladen haben wir mehr als  10000 Weihnachtspäckchen für die Kinder in Rumänien.

Dazu noch 4000 gefüllte Schultaschen mit Schulausrüstung für ein ganzes Schuljahr.

Und natürlich mehr als 30 Tonnen Lebensmitte, unzählige Paletten mit Winterkleidung und vieles mehr.

Wenn wir am Samstag den 2. Dezember, nach etwas 30-35 Stunden fahrt in Craiova angekommen sind werden wir ab Sonntag beginnen alle Weihnachtspäckchen und Hilfsgüter direkt an die bedürftigsten Kinder und Familien zu verteilen.

Unterstützt werden wir dabei von unseren Freiwilligen von World-Vision Craiova und der Universität von Craiova und noch vielen mehr.

Damit Ihr und alle anderen Menschen in unserer Heimat einen Einblick davon haben was wir vor Ort in Craiiva tun und wie die Zustände dort sind werden wir wieder, wie auch in den verganenen Jahren viele Möglichkeiten bieten dem Wirken des Nikolauskonvoi zu folgen.

Täglich aktuelle Bilder und Videos sind hier auf unserer Seite, aber auch auf unserer facebookseite und unseren youtube-channel zu finden.

Außerdem werden jeden Abend von allen unseren 5 Verteilteams Erlebnisberichte des Tages veröffentlicht.

Während der Fahrt nach Craiova und auch während wir die Hilfsgüter verteilen könnt ihr dem Nikolauskonvoi und auch den einzelnen Verteilteams live per GPS folgen

Wir hoffen auch Euch so einen kleinen Einblick in die Geschehnisse in Craiova geben zu können.

Falls ihr Fragen habt oder uns etwas mitteilen möchte, könnt ihr den Nikolauskonvoi jederzeit unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! kontaktieren.

Nochmals herzlichen Dank an alle freiwilligen Helferinnen und Helfer, alle Unterstützer und Mitwirkenden.

29.11.2017 - Soon we will be on our way.

Today, the last trucks in Burgau and Marktheidenfeld have been loaded.

Tomorrow, Thursday 30th we will leave Marktheidenfeld with 3 trucks and 4 transporters with direction Burgau.

We will meet there with all the other convoy vehicles. On December 1st, there will be an official ceremony with our patroness, minister of state Mrs. Beate Merk and after that we will head towards Craiova, South Rumania.

This year is a record year for the Santa Claus Convoy thanks to the fantastic support from all of you.

It is the first time that we start with 19 convoy vehicles, 9 off them large trucks.

On board, we have more than 10000 Christmas parcels for kids in Rumania.

4000 school bags filled with school supplies for a whole year.

More than 30 tons food, innumerable numbers of skids with winter clothes and much, much more.

We should be arriving in Craiova on December 2nd after a 30-35 hour drive and will start distributing the parcels and relief supplies to children and families in need on Sunday.

We will get support from further volunteers, amongst them World Vision Craiova and the University of Craiova.

There are many options for you and all other people at home to get an insight to the activities of the Santa Claus Convoy and the circumstances we find in Craiova:

We will post daily pictures and videos here on the homepage, but also on our facebookseite  and our youtube-channel.

We will also post daily reports from all of our 5 teams.

During the journey to Craiova as well as during the distribution of the good, you can follow the Santa Claus Convoy and the individual teams on live per GPS.

We hope to be able to provide you with a good insight into what´s going on in Craiova.

If you have any questions or want to contact us, please write to Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Again, a great thank you to all volunteers and everyone involved into the project. 

20. November 2017

Die beiden Hauptsammelstellen in Burgau bei der Firma ROMA und in Marktheidenfeld bei der Firma Cummins füllen sich stetig. Mehr als 9000 Päckchen wurden bereites in Umkartons verpackt und auf Paletten gestapelt um sie für die Abfahrt am 1. Dezember vorzubereiten.

20. November 2017

The two main collection points at the companies ROMA in Burgau and Cummins in Marktheidenfeld continue to fill up. More than 9000 parcels have been meanwhile re-packed into moving boxes and stacked on skids ready for the dispatch on December 1st. 

 

 

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